3D-Druck
Aus dem Drucker: Individualisierte Produkte für Medizin und Gesundheit

Ein Gastbeitrag von Niko Mroncz 6 min Lesedauer

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Der 3D-Druck spielt im Gesundheitswesen eine größere Rolle denn je. Maßgeschneiderte Prothesen und Implantate optimieren Therapieergebnisse, bieten durch geringere Lagerbestände und Abfall wirtschaftliche Vorteile und ermöglichen innovative Anwendungen und Materialien.

Im Labor wird ein komplexes medizinisches Modell mittels 3D-Druckverfahren erstellt, das eine präzise Nachbildung menschlicher Anatomie ermöglicht. (Bild: ©  DBFilms - stock.adobe.com)
Im Labor wird ein komplexes medizinisches Modell mittels 3D-Druckverfahren erstellt, das eine präzise Nachbildung menschlicher Anatomie ermöglicht.
(Bild: © DBFilms - stock.adobe.com)

In Medizin und Gesundheitswesen hat sich der 3D-Druck schon früh etabliert. Heute verbessern personalisierte Teile, Medikamente oder Verabreichungshilfen auf Basis individueller Daten die Behandlung von Patienten. Diese gedruckten Hilfsmittel befördern die Genesung und vermindern Komplikationen, wodurch die Erfolgsaussichten von Therapien steigen. Grundsätzlich gilt, dass 3D-Teile sich mit dem menschlichen Körper besser vertragen, als herkömmlich hergestellte Produkte. Sie lassen sich zum Beispiel leichter an die individuelle Anatomie und die Bedürfnisse des Patienten anpassen. Interessierte Anwender von Neu- und Weiterentwicklungen erhalten nachfolgend einige Praxishinweise.

Die Plattform Xometry vermittelt täglich Produktionsaufträge aus dem Gesundheitsbereich. Additive Methoden betreffen neben der Medizin verwandte Dienstleistungen wie Apotheken, Therapeuten oder Entwickler und Hersteller medizinischer Geräte. Für diese Anwender spielen auch die wirtschaftlichen Vorteile des 3D-Drucks eine Rolle. So macht die Herstellung medizinischer Produkte über eine Fertigung auf Abruf Lagerbestände überflüssig. Auch müssen Patienten nicht mehr so lange auf Hilfsmittel warten und Anpassungen des Designs können nach einem ersten Test rasch ausgeführt werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Herstellungsverfahren ist der 3D-Druck zudem umweltfreundlicher und reduziert den Materialabfall.