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Automobil der Zukunft im Visier
Die langfaserverstärkten pultrudierten Profile werden danach in ein Spritzgießwerkzeug überführt, mit PA 6 GF30 umspritzt und so zu komplexen Bauteilen. Ein Beispiel zeigt der Stuttgarter Biegeträger. Bei ihm sorgen die Profile in den Randfasern für extreme Festigkeit und Biegesteifigkeit, während die umspritzte kurzglasfaserverstärkte Formmasse für die komplexe, knickfreie Geometrie verantwortlich ist. So erreicht man wie beim üblichen Spritzgießen kurze Zykluszeiten, hervorragende mechanischen Teileigenschaften, hohe Bauteilkomplexität und gute Recyclingfähigkeit.
Der Automobilbau gilt auch in der Kunststoffbranche als technologischer Wegweiser. Die Universität Stuttgart arbeitet deshalb mit Partnern am Auto und an der Automobilproduktion der Zukunft. Nicht nur Leichtbau, sondern auch die integrative Produktion spielen mit Blick auf Industrie 4.0 zusammen. Kunststoffe und FVK werden aus den genannten Gründen, und weil sie mit ihrer geringen Masse auch die Massenträgheit verringern immer öfter verwendet. Wird die Massenträgheit gesenkt, kann die Motorleistung und damit auch der streckenbezogene Energieeinsatz stark reduziert werden.
Der Forschungscampus Arena 2036, direkt neben dem IKT in Stuttgart gelegen, ist eine neue Kooperationsform, bei der Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft diese Zukunftsthemen gemeinsam erforschen und erarbeiten wollen. Die Partner der Universität Stuttgart sind dabei die Daimler AG, die Robert Bosch GmbH, die BASF SE, die Firmen Artur Bär Automation, Festo, Faro, Kuka und Pilz sowie das Deutsche Institut für Textil- und Faserforschung (DITF), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG).
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