Smarter Milliardeneinsparer Mit „intelligenter“ Lkw-Reifen-Überwachung stets gut ankommen

Quelle: Westsächsische Universität Zwickau 2 min Lesedauer

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Forscher der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) entwickeln mit Experten von Efleetcon eine smarte Analyseplattform für Lkw-Reifen. Dies soll Milliardenverluste vermeiden.

Was macht der Lkw-Reifen denn so?! Das kann bald eine smarte Analyseplattform beantworten, die von der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) und den Experten von Efleetcon entwickelt wird. Die kann mehr als nur Reifendruck und -temperatur checken ...(Bild:  WHZ)
Was macht der Lkw-Reifen denn so?! Das kann bald eine smarte Analyseplattform beantworten, die von der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) und den Experten von Efleetcon entwickelt wird. Die kann mehr als nur Reifendruck und -temperatur checken ...
(Bild: WHZ)

Rund fünf Prozent aller Unfälle mit Lastkraftwagen lassen sich laut Dekra auf technische Mängel zurückführen. Gleichzeitig führt eine schlecht gewartete Fahrzeugtechnik zu erhöhtem Kraftstoffverbrauch, mehr Reifenverschleiß und ungeplanten Ausfällen. Das kostet Speditionen und Busunternehmen einen Batzen Geld. Und aktuell auf dem Markt befindliche Systeme überwachten nur einzelne Parameter, wie Reifeindruck oder -temperatur. Gemeinsam mit der Efleetcon GmbH entwickelt die WHZ deshalb im Rahmen des Projekts „e-Tirecontrol“ eine „intelligente“ Analyseplattform, die den technischen Zustand von Lkw- und Busflotten kontinuierlich überwachen kann. Moderne Sensorik und Datenanalyse-Tools will man damit in die tägliche Flottenpraxis integrieren, um Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit messbar zu verbessern. Wie es weiter heißt, kann das neue System später auch noch das Profil der Nutzfahrzeuge checken und die Daten mit den anderen kombinieren, um den Reifenzustand in Zukunft besser zu beurteilen.

Gesteigerte Innovationskraft im Erzgebirge

Efleetcon mit Sitz in Aue-Bad Schlema bringt dazu die Expertise im Bereich Räderlogistik ein und übernimmt die Koordination, die technische Entwicklung der Analyseplattform sowie die Schnittstellenanbindung an bestehende Fleet Management Systeme (FMS). Die Anbindung erfolge über den in Europa etablierten sowie offenen Telematikstandard SAE J1939. Zusätzlich evaluiert Efleetcon geeignete Datenbank- und Frontendsysteme, wie man weiter erfährt. Die WHZ wiederum entwickelt parallel neue Verfahren zur sensorischen Erfassung des Reifenzustands und zur Bewertung von Fahrzeugdaten. Das geschieht hinsichtlich technischer Abweichungen, heißt es. Die „Predictive Maintenance“-Algorithmen werden dann gemeinsam entwickelt und zunächst im Labor erprobt. Das Projekt stärkt nach Ansicht der beteiligten aber nicht nur die Innovationskraft im Erzgebirge, sondern sichert auch qualifizierte Arbeitsplätze in der Region.

Smarte Reifenanalyse spart Milliardensummen ein

Das Ziel der Arbeit im Projekt „e-Tirecontrol“ ist es demnach, durch die frühzeitige Erkennung kritischer Zustände der Reifen, die Reparaturkosten um rund fünf Prozent zu senken und die Laufleistung der Reifen um circa 10 Prozent zu steigern. Pro Fahrzeug würden sich so Einsparungen von jährlich etwa 1.000 Euro bei Sattelzügen, 600 Euro bei Lkw und 700 Euro bei Bussen ergeben. Hochgerechnet auf die rund 3,5 Millionen Nutzfahrzeuge in Deutschland schlummere demnach ein wirtschaftliches Potenzial von bis zu 1,7 Milliarden Euro pro Jahr, das man so heben könne – und das bei gleichzeitiger Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Verringerung von Emissionen.

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