Automatisierung
Vollautomatische robotergestützte 3D-Erfassung ohne Teaching

Ein Gastbeitrag von Pedro Santos und Andre Stork 13 min Lesedauer

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In ihrem Gastbeitrag beschreiben Pedro Santos und Andre Stork ein innovatives 3D-Erfassungssystem, das ohne klassisches Teaching auskommt. Mit dynamischer Pfadplanung schafft es, Objekte vollautomatisch und in beeindruckender Detailtiefe zu erfassen.

Das vollautomatische 3D-Erfassungssystem kommt ohne klassisches Teaching aus.(Bild:  Fraunhofer IGD)
Das vollautomatische 3D-Erfassungssystem kommt ohne klassisches Teaching aus.
(Bild: Fraunhofer IGD)

Robotergestützte Systeme zur 3D-Erfassung von Objekten und Bauteilen sind seit geraumer Zeit verfügbar. Charakteristisch für sie ist, dass sie ein Teaching benötigen. Bei Bauteilen der Losgröße 1 rentiert es sich unter Umständen nicht, den Roboter mit dem Pfad zur Erfassung des Objektes anzulernen – in dieser Zeit kann das Objekt gegebenenfalls auch per Handscanner erfasst werden.

Wir präsentieren das erste robotergestützte System, das Objekte komplett mit gewünschter Qualität vollautomatisch erfasst. Ohne manuelle Nachbearbeitung generiert das System hochgenaue farbechte 3D-Modelle. Der Schlüssel zur Vollautomation sind von uns entwickelte Algorithmen. Diese dienen der dynamischen Pfadplanung der Ansichten des Roboters aus denen das Objekt erfasst wird. Die intelligente automatische Ansichtenplanung stellt eine vollständige Abdeckung der sichtbaren Objektoberfläche in gewünschter Zielauflösung bis 10 Mikrometer sicher. Das System ist zur vollautomatischen Erfassung von Kulturgegenständen wegen seiner einfachen Bedienbarkeit und hohen Güte bereits in mehreren Museen im Einsatz und auch für die Qualitätssicherung einsetzbar.