Herbe Entwicklung Insolvent! Northvolt-Chefs ziehen Reißleine in den USA und Schweden

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der schwedische Batteriehersteller Northvolt ist pleite. In den USA und in Schweden erfolgte das Aus. Damit rückt die Unabhängigkeit von chinesischen Batterien ein gutes Stück in weite Ferne ...

Unabhängigkeit adé? Northvolt ist insolvent. Jetzt wackelt durchaus die Zukuft der Batteriefabrik in Heide. Aber Northvolt ist nicht das einzige Unternehmen, das in Sachen Batteriefertigung so seine Probleme hat ...(Bild:  Northvolt)
Unabhängigkeit adé? Northvolt ist insolvent. Jetzt wackelt durchaus die Zukuft der Batteriefabrik in Heide. Aber Northvolt ist nicht das einzige Unternehmen, das in Sachen Batteriefertigung so seine Probleme hat ...
(Bild: Northvolt)

Die Northvolt-Aktivitäten in den USA und sogar am Heimatsitz Schweden gehören erst einmal der Vergangenheit an. Immerhin sollen die Bauarbeiten für die Batteriefabrik in Heide in Schleswig-Holstein weitergehen, die eine Kapazität von einer Million Batterien für Elektroautos pro Jahr haben könnte. Doch die Frage ist: wie langen noch? Der noch-Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ist dennoch der Meinung, dass man einen Investor finden kann – sowohl für Heide als auch für den Mutterkonzern. Auch andere Politiker plädieren dringend für eine Batteriefabrik in Deutschland, denn auch in Sachen Batterien ist Europa von Asien sehr abhängig. Northvolt war der erste europäische Player, der versucht hat, Batteriezellen im großen Maßstab zu fertigen, heißt es. Was auf der Baustelle in Heide passiert, wird nun der Insolvenzverwalter entscheiden müssen. VW als größter Anteilseigner bei Northvolt hat seine 20-Prozent-Beteiligung bereits 2024 komplett abgeschrieben und den Wert auf Null gesetzt. Das führte zu einer Belastung von 661 Millionen Euro.

Deutsche Batteriefertigung stagniert vor allem

Als wenn das mit Northvolt nicht schon genug wäre! Doch leider liegen auch Pläne einer neuen Batteriefabrik bei Opel in Kaiserslautern derzeit auf Eis, wie man weiter erfährt. Und Volkswagen kümmert sich erst mal um nur zwei von sechs geplanten Fertigungsstätten für Batterien – der Rest wartet noch auf eine Entscheidung zum Bau. Das VW-Batteriewerk in Salzgitter ist zwar fast fertig und soll noch in diesem Jahr auf einer Fertigungslinie loslegen, doch die zweite Linie steht noch in der Entscheidungsphase. Als Gründe für den schleppenden Verlauf nennen alle die hohen Strompreise und die erlahmte Nachfrage nach Elektroautos. Aber auf EU-Ebene peilen die 27 Länder und die Kommission an, rund 90 Prozent des Batteriebedarfs innerhalb der EU zu decken. Doch eine aktuelle Fraunhofer-Studie sieht nur eine etwa 50-prozentige Chance, dass das von der EU gesteckte Ziel einer 90-prozentigen Selbstversorgung im Jahr 2030 erreicht wird. Zumindest eine Versorgung zu 50 bis 60 Prozent halten die Forscher für realistisch.

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