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Autonome Sensorlager verbessern Lebensdauer der Maschinen
Da die Sensorlager autonom sind, können sie auch in Anwendungen eingesetzt werden, in denen eine Sensorintegration bislang nicht möglich war. Das ist ein wichtiger Schritt zur zustandsabhängigen Instandhaltung in Echtzeit und erlaubt deutlich bessere Erkenntnisse über die realen Betriebsbedingungen im Lager. Maschinen, die mit den Sensorlagern ausgestattet werden, können ihre Lebensdauer oder Nennleistung über die ursprünglichen Spezifikationen hinaus verbessern.
SKF-Insight erlaubt eine Zustandsüberwachung oft auch dort, wo das bisher unmöglich oder unpraktisch war. Die Technologie wird aktuell in einer Reihe von Industriebranchen getestet, die für schwierige Betriebsbedingungen bekannt sind (zum Beispiel Windenergie, Schienenfahrzeuge, Stahlproduktion) (Bild 3).
Windparks befinden sich oft an weit entfernten Orten und sind meist schwer zugänglich. In einigen Offshorestationen können die Kosten für den Austausch eines Hauptlagers so hoch sein, dass sich die gesamte Anlage nicht mehr amortisiert. Unter finanziellen Gesichtspunkten ist es daher sinnvoll, die Belastungen und Schmierbedingungen kontinuierlich zu messen und bei Bedarf frühzeitig einzugreifen.
Zusammen mit Kunden testen SKF-Spezialisten gerade die Praxiseignung von SKF Insight und entwickeln intelligente Lager speziell für die Zustandsüberwachung von Windenergieanlagen. Die Sensoren messen die tatsächlichen Betriebsbedingungen und reichen die Messdaten drahtlos an Fernüberwachungszentren oder lokale Instandhaltungsteams weiter. Drehzahlen, Schwingungsniveaus, Temperaturen und Schmierung sind die Parameter, die von der aktuellen Lösung überwacht werden. Die Sensorlager sind auch für den nachträglichen Einbau geeignet. Dadurch ließen sich weltweit mehrere Zehntausend Windenergieanlagen auf einen Schlag zuverlässiger machen.
Eine ähnliche Lösung wird gerade für Radlager in Schienenfahrzeugen getestet. Radlager sind normalerweise Komponenten, die aus Sicherheitsgründen zustandsunabhängig in festen Abständen ausgetauscht werden müssen. SKF-Insight ermöglicht ein vergleichsweise kostengünstiges Verfahren zur Erfassung von Zustandsdaten, sodass sich die Lagergebrauchsdauer – und damit das Austauschintervall – genau anhand der tatsächlichen anstatt der angenommenen Betriebsbedingungen bestimmen lässt.
Intelligente Lagertechnik liefert objektive Datenbasis
Die intelligente Lagertechnik eröffnet neue Dimensionen für die Zustandsüberwachung, das Maschinendesign und die Maschinengebrauchsdauer. Mit Innovationen wie SKF Insight erhalten Ingenieure und Manager erstmals eine wirklich objektive Datenbasis, auf deren Grundlage sich die Effizienz, Produktivität und Rentabilität von Maschinen und Anlagen weiter verbessern lässt.
* André Tubbesing ist Programme-Manager SKF Insight bei SKF Nederland in 3439 MT Nieuwegein (Niederlande), Tel. (00 31-30) 6 07 59 57, marketingNL@skf.com
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