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Kern des Systems: 3/4-Wege-Ventile und Steuerung
Wie funktioniert das Fox-System? Der Kern des Systems sind zwei 3/4-Wege-Ventile sowie eine elektrische Steuerung. Sie werden mit dem Zylinder verbunden und können alle doppelt wirkenden Pneumatikzylinder steuern – und zwar den kompletten Bewegungsablauf des Kolbens von der einen Endlage bis zur gegenüberliegenden Endlage. Die beiden Ventile schalten während der jeweiligen Bremsvorgänge, das heißt, ein Bremsvorgang entspricht einem Bewegungsablauf von Zuluft auf Gegenluft, um so den Bremsvorgang rechtzeitig zu starten (Bild 2).
Das System dient hierbei also nicht nur dazu, den Kolben des angeschlossenen Antriebs (wie herkömmliche Pneumatikventile) zu beschleunigen, sondern übernimmt auch die Aufgabe des Abbremsens des Systems bis zum Stillstand an einem beliebig definierten Hardstop. Bremsvorrichtungen wie Öldruckstoßdämpfer oder im Zylinder integrierte Endlagendämpfungen sind beim Einsatz des Innomotix-Steuerungssystems nicht erforderlich, können jedoch zusätzlich verwendet werden.
Vor automatischem Betrieb Steuerung anlernen
Die Definition der jeweiligen Zylinderpositionen und des Hardstops erfolgt über die angeschlossene Steuerung. Sie arbeitet zeitbasiert und erhält die erforderlichen Informationen zu den Hardstop-Positionen über einfache Sensoren, die am Zylinder positioniert werden. Die Steuerung muss vor dem automatischen Betrieb interaktiv auf das zu steuernde System angelernt werden. Dieser Prozess wird hier als Teach-in oder Inbetriebnahme bezeichnet. Er kann direkt über die Tastatur der Steuerung vorgenommen werden.
Seit der aktuellen Version des Fox-Systems ist es alternativ auch möglich, die softwarebasierte Inbetriebnahme über die Foxware zu nutzen. Dafür muss die Steuerung über ein USB-Kabel mit einem PC verbunden werden und an der Steuerung direkt der Menüpunkt USB ausgewählt werden. Die Foxware beinhaltet die komplette Inbetriebnahme mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Nach abgeschlossener Inbetriebnahme benötigt das System lediglich ein Freigabesignal von einem übergeordneten Leitsystem (beispielsweise SPS), um einen Hub ausführen zu können. Das Leitsystem erteilt dann die Befehle (zum Beispiel Fahrt, Langsamfahrt, gegebenenfalls Fahrtmodussignal) an die Innomotix-Steuerungselektronik.
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