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Der Frequenzumrichter regelt dann die Drehzahl des Seitenkanalverdichters und passt so die Fördergeschwindigkeit beziehungsweise die Fördermenge an den aktuellen Bedarf an. Durch eine kurzzeitige Erhöhung der Drehzahl ist es außerdem möglich, mit Granulat zugesetzte Leitungen wieder freizubekommen. Die sichere Versorgung der Verarbeitungsmaschinen ist auf Spitzenzeiten ausgelegt. Dadurch werden die Ausfallzeiten weiter minimiert.
Seitenkanalverdichter für die Produktion
Beispielhaft dafür ist die Fertigung eines Großkunden am Produktionsstandort Monterrey in Mexiko. Dafür lieferte und installierte Motan-Colortronic die komplette Ausrüstung für das vollautomatische und zentral überwachte Materialhandling. Eingesetzt werden dort mehr als 500 gravimetrische Misch- und Dosiergeräte der Gravicolor-Serie mit mehr als 1500 Fördergeräten. Für die Materialversorgung der Maschinen installierte Motan außerdem 24 externe Großsilos auf Wiegezellen, an die wiederum 48 vollautomatische Metrolink-Materialauswahl-und-Verteilsysteme angeschlossen sind. Zur Verbindung mit den Spritzgießmaschinen wurden rund 100 km Rohrleitungen verlegt. Die Materialtrocknung erfolgt mit 16 Luxor-Trocknern à 2400 m³ Kapazität sowie mit 104 Trockentrichtern. Die Bedienung, Überwachung und Verwaltung des Materialhandlings der extrem komplexen Anlage erfolgt über die Prozess- und Anlagensteuerung Control-Net. Das auf Ethernet beruhende Steuerungskonzept ermöglicht in Verbindung mit einer übergeordneten Visualisierung die Integration der für das Trocknen, Mischen, Fördern und Lagern erforderlichen Steuerungen.
Mit Blick auf die Betriebssicherheit erläutert Detlev Schmidt, Sales Director bei Motan-Colortronic, das Konzept der erforderlichen Vakuumtechnik. So wird jede Produktionslinie mit jeweils rund 25 Spritzgießmaschinen von je zwei Seitenkanalverdichtern für Neuware und Mahlgut versorgt. Die Gebläse werden dazu abwechselnd zu- und abgeschaltet, um die Betriebsstundenbelastung der einzelnen Aggregate in etwa gleich zu halten. Eingesetzt werden Seitenkanalverdichter vom Typ Velocis von Elmo Rietschle aus dem Gardner-Denver-Konzern. „Die Verdichter arbeiten absolut wartungsfrei und überaus geräuscharm“, erklärt Schmidt. Als weiteren Pluspunkt nennt er zudem, dass sich die frequenzgeregelten Geräte durch die Anpassung der Luftmengen für eine individuelle, dem erforderlichen Materialdurchsatz angepasste und schonende Materialförderung eignen.
Geräte versprechen ein hohes Einsparpotenzial beim Energieaufwand
Die konkrete Energieeinsparung durch den Einsatz intelligenter Umrichtertechnologie bei unterschiedlichen Durchflussmengen wird in der Grafik sichtbar. Diese visualisiert ein Berechnungsbeispiel für den Betrieb eines einzigen frequenzgeregelten 11-kW-Seitenkanalverdichters. Innerhalb von 20.000 Betriebsstunden entsteht demnach eine Ersparnis von 3900 Euro, wenn nur 10 % weniger Strom bei einem Preis von 0,13 Euro je Kilowatt verbraucht werden.
Damit sind die Möglichkeiten nachhaltiger Kosteneinsparung allerdings noch nicht erschöpft. In dem modularen Konzept der robusten, geräusch- und wartungsarmen Verdichter- und Vakuumpumpen mit adaptiver, bedarfsgerechter Regelung gibt es noch erhebliche Reserven, die der Anlagenbauer oder auch der Anwender durch das regelungstechnische Zusammenwirken der frequenzgeregelten Antriebslinie und ihrer flexiblen Anpassung an die Anlagentechnik erschließen kann.
Besonderes Interesse fand auf der K 2016 ein Fördersystem mit schallisolierten Förderleitungen in Verbindung mit einem frequenzgeregelten Seitankanalverdichter. Das System kann so differenziert geregelt werden, dass eine starke Geräuschreduktion beim Fördern, eine schonende Materialförderung sowie eine Minimierung von Leitungsschäden erreicht wird. Dies gilt besonders beim Einsatz von stark abrasiven Granulaten.
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