Christoph Geigges im Interview
Der Quereinsteiger

Von M. A. Benedikt Hofmann 12 min Lesedauer

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Christoph Geigges ist seit November 2022 President und CEO beim Werkzeugspezialisten Walter. Im Interview mit MM Maschinenmarkt-Chefredakteur Benedikt Hofmann spricht er über seinen nicht ganz branchentypischen Werdegang und worauf es ankommt, um ein Unternehmen im immer schnelleren Wandel erfolgreich zu führen.

Christoph Geigges ist seit knapp zwei Jahren President und CEO der Walter AG. Im Gespräch erzählt er von seinem Arbeitsalltag, Herausforderungen, Zielen und wie er es schafft, einen Ausgleich zu seiner Arbeit zu finden.(Bild:  Walter AG)
Christoph Geigges ist seit knapp zwei Jahren President und CEO der Walter AG. Im Gespräch erzählt er von seinem Arbeitsalltag, Herausforderungen, Zielen und wie er es schafft, einen Ausgleich zu seiner Arbeit zu finden.
(Bild: Walter AG)

Zu Beginn eines solchen Interviews ist es natürlich immer besonders spannend, zu erfahren, wer die befragte Person eigentlich ist. Damit meine ich keine persönlichen Details, sondern den beruflichen Werdegang. Könnten Sie uns ein bisschen darüber erzählen, wie Ihre berufliche Laufbahn bis hierhin aussah?

Christoph Geigges: Gerne. Mein beruflicher Werdegang ist ein wenig untypisch für jemanden in meiner Position. Ich komme ursprünglich aus dem Finanzwesen. Gestartet habe ich meine Karriere in einem Schweizer Pharma- und Medizintechnikunternehmen und hatte dort die Möglichkeit, erstmals Führungsverantwortung zu übernehmen. Die Erfahrungen, die ich hierbei gesammelt habe, haben zu einem tiefen Verständnis für die finanziellen und geschäftlichen Aspekte eines Unternehmens geführt. Später bin ich in den Nahen Osten gegangen und war dort als kaufmännischer Geschäftsführer eines Standorts in Saudi-Arabien tätig. Diese Zeit war äußerst lehrreich. Dort habe ich gelernt, wie wichtig interkulturelle Kompetenzen sind und wie man in einem dynamischen Markt erfolgreich agiert. Es waren dann private Gründe, die mich zurück nach Deutschland gebracht haben. Meine Frau kommt aus dem Schwarzwald und dorthin sind wir dann mit unserer Familie gezogen. Also habe ich mich in diesem lokalen Umfeld nach einem neuen Unternehmen umgesehen, was mich schließlich zu Walter gebracht hat.