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Ein Schlüssel zum Erfolg sei, im Kerngeschäft dominante Marktpositionen zu erreichen. Dies sei unter anderem durch Zusammenschlüsse oder Unternehmenszukäufe möglich. So sei die Schuler-Gruppe beispielsweise nach der Übernahme von Müller Weingarten im Jahr 2007 heute in der Triade mit einem dominierenden Marktanteil als Anbieter von Großpressen für die Metallverarbeitung vertreten. Die Gildemeister AG, die seit September 2013 als DMG Mori Seiki firmiert, gebe durch die jahrelange enge Kooperation mit der japanischen Mori Seiki bei CNC-gesteuerten Dreh- und Fräsmaschinen den Ton an.
Deutsche Maschinenbauer brauchen starke Position in China
Eine entscheidende Rolle spiele auch der Aufbau eines Mid-Market-Angebots, um in den Schwellenländern, vor allem aber in China den Kundenbedürfnissen nach leistungsfähigen, preisgünstigen Maschinen Rechnung tragen zu können. Nur so lasse sich dort eine Vorrangstellung im Markt erobern. „Ohne eine starke Position in China ist die Weltmarktführerschaft nicht zu verteidigen“, sagt Kautzsch. Dies könne auch die Akquisition eines chinesischen Wettbewerbers erfordern, wie die jüngsten Beispiele von Trumpf mit dem Erwerb des chinesischen Maschinenherstellers Jiangsu Jinfangyuan und Claas mit der mehrheitlichen Übernahme des chinesischen Landtechnikproduzenten Jinyee zeigten.
Schließlich gelte es, die strukturellen Kosten zu senken. Dies machten Maßnahmen wie Globalisierung des Einkaufs oder auch die Lokalisierung von Engineering, Beschaffung und Produktion möglich. Voraussetzung sei allerdings eine globale Prozess- und IT-Infrastruktur.
Für deutsche Maschinenbauer stehen Investitionen in neue Geschäftsmodelle an
Zur Beschleunigung von Innovation und Wachstum hat die Unternehmensberatung nach eigenen Angaben drei Investitionsschwerpunkte identifiziert: Big Data und neue Servicegeschäftsmodelle, Vorstoß in neue Geschäftsfelder sowie „Industrie 4.0“. So erlaubten die Nutzung von Maschinen- und Prozessdaten sowie der Remote-Zugriff auf diese, neue Servicegeschäftsmodelle zu entwickeln. Dazu gehörten nutzungsabhängiges Leasing oder entsprechende Verfügbarkeitsgarantien, Remote-Kalibrierung und Zertifizierung sowie Prozess- Benchmarking und -optimierung.
Zudem täten sich neue Geschäftsfelder auf. Weite Teile der Abnehmerbranchen stünden vor einem Umbruch. neuartige Materialien und Produktionsverfahren, Stichwort Leichtbau, neue Antriebskonzepte in der Automobilindustrie durch Elektromobilität sowie 3-D-Druck würden in den nächsten Jahren Produktions- und andere Kernprozesse massiv verändern und für den Maschinenbau dadurch neue Wachstumsmöglichkeiten schaffen.
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