Mori Seiki/Dixi Machines Japanischer Werkzeugmaschinenhersteller setzt auf Produktion und Entwicklung in der Schweiz

Redakteur: Frank Fladerer

Le Locle/Schweiz (ff) – Mori Seiki hat seinen ersten Produktionsstandort außerhalb Japans eröffnet. Mit dem symbolischen Durchschneiden des roten Bandes am 23. Oktober nahm Dixi Machines im schweizerischen Le Locle offiziell seinen Betrieb als Teil der Mori-Seiki-Gruppe auf.

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Vorangegangen war eine neunmonatige Sanierungs- und Neubauphase, in der rund 15 Mio. Euro in Maschinen und Gebäude investiert worden sind. Masahiko Mori, Präsident des Mori-Seiki-Konzerns, erklärte, sein Interesse an der Entwicklung von Dixi sei auf langfristige Ziele angelegt. „Ein Unternehmen zu kaufen, ist gar nicht so teuer; viel wichtiger ist die Höhe der Investitionen, die notwendig sind, um das Unternehmen erfolgreich zu machen“, sagte Mori, der das Dixi-Werk als Hersteller von hochpräzisen Werkzeugmaschinen künftig auch als Entwicklungsstandort nutzen will.

Maschinenpark von Dixi komplett modernisiert

Dazu wurde der Maschinenpark komplett modernisiert. Dieser verfügt nun über eine Toshiba-Portalfräsmaschine, zwei Taiyo-Koki-Schleifmaschinen sowie eine eigene Dixi DHP mit elf Paletten zum Teil speziell für die Nanopräzisionsfertigung aufgerüstet.

Einerseits werden am Standort die JIG-Lehrenbohrwerke und die DHP-Bearbeitungszentren für Dixi Machines gefertigt, andererseits nimmt Mori Seiki die Montage seiner Fünf-Achsen-Bearbeitungszentren NMV 5000 DCG für den europäischen Markt auf. Es ist ge-plant, pro Jahr 30 Einheiten der Dixi-Baureihen sowie 120 Einheiten der NMV 5000 DCG zu produzieren.

Darüber hinaus verspricht sich Mori eine weitere Öffnung des japanischen Marktes für Dixi-Produkte. Bereits jetzt liefen mehr als 200 der Schweizer Maschinen in japanischen Unternehmen.

Derzeit sind in Le Locle rund 100 Mitarbeiter tätig. Diese Zahl soll sich in den nächsten Jahren verdoppeln.

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