L& R Kältetechnik

Kälteanlage spart Bares bei der Kunststoffverarbeitung

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Planung nach Bedarfsanalyse

Die im Werk vorhandene Kälteanlage sollte aufgrund ihres Alters und des steigenden Wartungsaufwandes erneuert werden. Darüber hinaus sprachen zwei weitere Gründe für die Investition in neue Kältetechnik. Franz Josef Klaus, Leiter Instandhaltung bei Möller Flex: „Die alte Anlage arbeitete mit offenen Kühltürmen für die Rückkühlung des Kühlwassers. Das birgt das Risiko des Eintrags von Kontaminationen. Außerdem wollten wir den Energieaufwand für die Kälteerzeugung deutlich senken und die Voraussetzungen für eine exakte Temperaturführung schaffen.“

Voll ausgeschöpftes Potenzial der Sparmaßnahmen

Die Projektingenieure der L&R Kältetechnik GmbH & Co. KG starteten mit einer Istaufnahme und ermittelten den Kältebedarf für die Werkzeug- und Hydraulikkühlung. Daraufhin projektierten sie eine Kälteanlage, die mit diversen energiesparenden Merkmalen ausgestattet ist:

  • Kondensationstemperatur-Regelung Varikon (abhängig von der Umgebungstemperatur);
  • Winterentlastung durch Freikühler;
  • drehzahlgeregelte Pumpen in der Kälteanlage;
  • drehzahlgeregelte Ventilatoren im Freikühler;
  • Wärmerückgewinnung aus dem Hydraulikkreis.

Die Werkzeugkühlung ist für eine Kälteleistung von 300 kW ausgelegt, die Hydraulikkühlung für 500 kW und die Winterentlastung ebenfalls für 300 kW. Im Sommer wird der Freikühler für die Winterentlastung der Werkzeugkühlung auf die Hydraulikseite umgeschaltet.

Der Vorteil der Containerbauweise

Die Anlage ist – wie in der industriellen Kältetechnik üblich – als Split-Anlage mit separatem Kondensator ausgelegt. Nicht ganz üblich, aber immer häufiger gewünscht ist die Integration der kompletten Anlage in einen Container. Das bietet gleich mehrere Vorteile. Es wird kein Platz in der Produktion benötigt, die Anlage wird komplett montiert und anschlussfertig geliefert, und es entsteht auch kein Zeitfenster, in dem die alte Anlage abgebaut und die neue am selben Ort aufgestellt wird. Das geschieht einfach per „Umschluss“, so dass man keine Mietanlage zur Überbrückung der Montagezeit benötigt.

Fernüberwachung inklusive

Die Verfügbarkeit der Kälteanlage ist für Möller Flex ebenso wichtig wie ihre Betriebssicherheit und Energieeffizienz. Deshalb wählten die Verantwortlichen als weitere Option einen Router, mit dem sich L&R-Servicepersonal per „Teleservice“ in die Steuerung der Anlage einwählen kann. Somit kann bei Unregelmäßigkeiten schnell professioneller Rat ein-geholt werden.

Zur Erhöhung der Betriebssicherheit ist die Kälteanlage mit einer Spitzenlastkühlung ausgestattet. Sie hält auch bei Umgebungstemperaturen von über 27 °C die Vorlauftemperatur auf konstant niedrigem Niveau. Ein weiteres Merkmal, das die Betriebssicherheit steigert, ist der Einsatz von Doppelpumpen im Werkzeug- und im Hydraulikkreis.

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