Kalandrieren Kalander von Krauss-Maffei Berstorff passt Abkühlprozess dem Werkstoff an

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Auf der K2007 präsentiert Krauss-Maffei Berstorff (Halle 15, Stand A23/B24/C24) das Glättwerk Planetcalander, bei dem sich der Abkühlprozess flexibel auf Werkstoff und Dicke der hergestellten Platten einstellen lässt. Von diesem Kalander verspricht sich der Maschinenbauer eine Qualitätsverbesserung bei der Herstellung optisch klarer Kunststoffplatten und -folien.

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Von den insgesamt drei Walzen des Kalanders hat nur die Zentralwalze eine feste Position. Die beiden anderen Walzen können flexibel angeordnet werden. So lässt sich nach Angaben des Kunststofmaschinen-Herstellers Krauss-Maffei Berstorff die Abkühlung über den gesamten Kontaktbereich der Walze steuern. Dadurch würden die Temperaturverläufe in der Kunststoff-Platte oder -Folie optimiert. Außerdem ermögliche der komplett schwenkbare Grundrahmen, den Winkel des Schmelzeinlaufs in den ersten Walzenspalt genau anzupassen.

Walzenwechsel in weniger als einer Stunde

Ein weiterer Vorteil des Kalanders wird im schnellen Walzenwechsel gesehen. So ist ein Austausch der mittleren Walze mit Hilfe einer Hubeinrichtung in weniger als einer Stunde möglich. Zur Herstellung optisch klarer Folien und Platten werden – so die Erkenntnis von Krauss-Maffei Berstorff – oft unterschiedliche Prägewalzen benötigt.

Mit dem Glättwerk Planetcalander kann beispielsweise der Kunststoff PMMA, Polycarbonat, G-PET, A-PET, HIPS oder GPPS zu optisch klare Platten und Folien verarbeitet werden. Eine Besonderheit sind dabei schwierige Folien, die besondere Anforderungen hinsichtlich Optik, Dickentoleranz und Oberflächenqualität dem Kalandrieren abverlangen. Als Beispiele führt Krauss-Maffei Berstorff FFS- und Polycarbonatfolien an – sowie Polypropylenfolien, die hohe Transparenz oder beidseitigem Glanz haben. Auch transparente Polypropylen-Bürofolien und TPU-Flachfolien sind leicht herstellbar.

Mono- oder Coextruder zur Schmelzeversorgung

Zur Schmelzeversorgung kann dem Kalander eine Mono- oder Coextruder vorgeschaltet werden. Je nach Anforderung kommt dabei ein Ein- oder Zweischneckenextruder zur Anwendung. Als Nachfolgeeinheit bietet Krauss-Maffei Berstorff umfangreiches Equipment an: von der Rollenbahn über die Dickenmessung bis hin zur Stapelvorrichtung.

Zur Anlage gehören auch hydraulisch betätigte Schmelzefilter, um die Reinheit des Produkts sicherstellen. Eine Schmelzepumpe zur konstanten und pulsationsfreien Förderung der Schmelze zählt zur Standardausrüstung.

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