Kalkulation in der Praxis

Redakteur: Güney Dr.S.

Die Anwendung des Production-Controlling-Systems ermöglicht ein wirksames und kostengünstiges Controlling. Unternehmen brauchen ein in der Praxis schnell umsetzbares System, das ein...

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Die Anwendung des Production-Controlling-Systems ermöglicht ein wirksames und kostengünstiges ControllingUnternehmen brauchen ein in der Praxis schnell umsetzbares System, das ein betriebswirtschaftlich abgesichertes Controlling bietet. Mit der PCS Production-Controlling-Software ist ein kostengünstiges Werkzeug am Markt. In kleinen und mittleren Unternehmen übernimmt der Chef häufig die Verantwortung sowohl für den technischen als auch für den betriebswirtschaftlichen Bereich, ohne Fachmann auf beiden Gebieten zu sein. In einem für den Mittelstand typischen Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern werden „Späne gemacht“. Der Geschäftsführer ist stark im Tagesgeschäft engagiert. Solche Unternehmen, wenn auch nicht alle, sind mit der Controlling-Standardmethode schlichtweg überfordert. Das liegt unter anderem daran, dass Fachpersonal selten verfügbar ist. Jungen Mitarbeitern mangelt es noch an der betrieblichen Praxis, ältere Mitarbeiter sind nicht mehr auf dem neuesten Stand. Hinzu kommt die finanzielle Situation, die es nicht erlaubt, über den Standardweg ein funktionierendes Controlling aufzubauen. Auf dem Markt fehlt ein System, das es dem Unternehmen ermöglicht, das gewünschte Ziel mit dem vorhandenen Grundwissen mit vertretbarem Aufwand zu erreichen. Die Unternehmer haben keine Zeit, weil sie um das ökonomische Überleben kämpfen und sie es sich deshalb nicht leisten können zu investieren. Auf Grund der fehlenden betriebswirtschaftlichen Erfahrungen ist es nicht verwunderlich, dass oft existenzbedrohende Fehlentscheidungen gefällt werden.Bei der Purtec Formverschäumungen GmbH in Donauwörth arbeiteten die Unternehmensberater einen Vorschlag aus zur Ermittlung einer geeigneten verursachergerechten Vor- und Nachkalkulation zu Voll- und Grenzkosten. Ziel war es, den Vertrieb leistungsgerecht über die erzielbaren Deckungsbeiträge zu steuern.Verrechnungssätze nicht gleich tatsächlichen KostenBei Purtec wurde ein Controlling-System erstellt und eingeführt auf der Basis des Production-Controlling-Systems (PCS). Dafür wurden neue Stammdaten ermittelt und Daten der Arbeitsplatzkosten zu Voll- und Grenzkosten erhoben. Parallel dazu führten die Berater eine Analyse durch und schlugen Veränderungsmaßnahmen vor, mit dem Ergebnis, dass das bestehende System den Anforderungen des schnell wachsenden Unternehmens nicht gerecht wird. Außerdem wurde festgestellt, dass die Verrechungssätze nicht den tatsächlichen Kosten entsprechen. Die Unternehmensberater begannen mit der Analyse der bestehenden Kalkulationsbasis. Dabei zeigten sich die Schwachstellen mit den Konsequenzen für das Betriebsergebnis. Bei der Aufnahme des Ist-Zustandes wurde die Ablauforganisation in jeder Abteilung erfasst: dazu zählten Belege, Mengengerüste, Verfahren, Arbeitsmittel und der Informationsfluss.Mit der Unterstützung des Beraters wurde eine Vorkalkulation realisiert. Die festgelegte Vorkalkulation berücksichtigt jetzt die verkaufsfähige Leistung, die über die reine Fertigung hinausgeht (im Detail gemeinsam festgelegt). Die Verantwortlichen wurden eingearbeitet und sind in der Lage, Stundensätze zu ermitteln und die Datenpflege durchzuführen. Eine ABC-Analyse der Produkte ist möglich.Bevor es so weit war, mussten Basisdaten festgelegt werden, Stundensätze ermittelt, Kostenstellenplan erstellt, Zins festgelegt, Instandhaltungsfaktor festgelegt, Lohnnebenkosten und Restgemeinkosten ermittelt werden. Hinzu kamen die Raumkosten (Einsetzen des Marktpreises, Stromkosten, Kalender festlegen), Schichttabellen, Überstunden, Nachtzuschlag und Lohngruppentabellen festlegen. Die Daten wurden zusammengeführt zu einem Muster über Arbeitsplatzkosten. Abschließend erfolgte die Analyse der Lohn- und Gehaltsabrechnung. Aus den erhobenen Daten wurden die Arbeitsplatzkosten zu Voll- und Grenzkosten erstellt.Aufbauend auf den Verrechnungssätzen beziehungsweise Herstellkosten ist mit der PCS-Budgetplanung eine Umsatz-Hochrechnung möglich. Das Ziel der Berater war es, die geplante beziehungsweise erbrachte Produktivität (den möglichen Umsatz) aktuell darzustellen bezogen auf den leistungserbringenden Arbeitsplatz. Gemeinsam ermittelte man die Produktivität, die Plan- und Herstellkosten für einzelne Arbeitsplätze, Kostenstellen der gesamten Firma pro Monat, pro Quartal, pro Jahr. Ebenso wurde der Soll-Umsatz berechnet, der mögliche kalkulatorische Soll-Umsatz pro Arbeitsplatz, pro Kostenstelle, pro Zeiteinheit und zu einer Basis der Umsatz- und Kostenkontrolle zusammengeführt. Es schloss sich die Ermittlung der Verwaltungsgemeinkosten, der Restgemeinkosten und der Materialgemeinkosten an. Im Donauwörther Unternehmen wurde die Methodik zur Durchführung der Vor- und Nachkalkulation zu Voll- und Grenzkosten festgelegt und umgesetzt. Die PCS-Budgetplanung ermöglicht es, entstehende Kosten auf der Herstellkostenbasis zu planen und zu überwachen. Das Ziel ist die aktuelle Darstellung der geplanten beziehungsweise erbrachten Pro-duktivität bezogen auf den Arbeitsplatz. Geplant ist die Durchführung einer Hochrechnung mittels eines Plan- und Sollkostenvergleichs unter Einbeziehung der Maschinenlaufzeiten, der Arbeitsplätze, der Kostenstellen, in der Darstellung der gesamten Firma pro Monat, pro Quartal, pro Jahr. Bei Purtec wurde mit dem Production-Controlling-System ein Verfahren implementiert, das - die Vor- und Nachkalkulation zu Voll- und Grenzkosten möglich macht,- die Preisfindung von Herstellkosten, Selbstkosten, Zielverkaufspreis unterstützt, - eine ABC-Analyse der Artikel ermöglicht, die den Deckungsbeitrag zum jetzigen Verkaufspreis aufzeigt,- eine Analyse durchführt, die die Möglichkeiten zur Kostenreduzierung im Produktions- und Gemeinkostenbereich aufzeigt. Nach der Einführungszeit ist der Unternehmer soweit geschult, dass er mit dem erlernten System selbständig umgehen kann.

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