Werkzeuge Kennametal will im Windenergiebereich Marktanteile gewinnen

Redakteur: Rüdiger Kroh

Energie ist einer der wenigen Industriezweige, die heute noch wachsen. Michael Grimm, Director Advanced Engineering Europe bei der Kennametal Technologies GmbH, erläutert, warum Werkzeugausrüstungen und Lösungen für die Fertigung von Windkraftanlagen bei Kennametal an Bedeutung gewinnen.

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Welche Bedeutung hat das Industriesegment Energie für Kennametal?

Grimm: Eine unserer Kernstrategien besteht darin, neben der geografischen Balance ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den einzelnen Industriezweigen zu erzielen. Dabei spielt das Segment Energie eine wichtige Rolle. Energie ist einer der wenigen Industriezweige, die sich heute stark behaupten oder wachsen. Das betrifft sowohl die erneuerbaren Energien wie Windenergie als auch die konventionellen Energien. Unsere Vertriebsstruktur haben wir auf den wichtigen europäischen Märkten neu organisiert, um diesen Entwicklungen und den spezifischen Bedürfnissen der Kunden noch besser gerecht zu werden. Während es in der Vergangenheit neben dem Flächenvertrieb ausschließlich im Automobilsektor einen spezialisierten Außendienst gab, wurde im vergangenen Jahr ein separater Vertriebsbereich für die Energie- und Luftfahrtindustrie geschaffen. Dieses Konzept setzen wir Schritt für Schritt europaweit um.

Wie groß ist Ihr Marktanteil im Energiesektor und welchen Umsatz erzielt Kennametal dort?

Grimm: Kennametals Marktanteil im Energiesektor liegt im zweistelligen Bereich und wir können mit Stolz behaupten, dass wir zahlreiche Kunden bei Schlüsselanwendungen mit innovativen Techniken unterstützen.

Welche Rolle spielt dabei speziell die Windenergie?

Grimm: Werkzeugausrüstungen und Lösungen für die Fertigung von Windkraftanlagen gewinnen bei Kennametal an Bedeutung. Weil die Komponenten von Windturbinen, zum Beispiel Getriebe und Gehäuse, häufig bei Zulieferern gefertigt werden, können keine genauen Werte genannt werden. Der Trend ist deutlich — wir wachsen kontinuierlich.

Für welche Aufgaben werden die Werkzeuge von Kennametal dort eingesetzt?

Grimm: Die meisten Hersteller von Windkraftanlagen haben eine geringe Fertigungstiefe und konzentrieren sich auf einige Schlüsselkomponenten sowie auf die Entwicklung und den Bau der Gesamtanlagen. Unsere Werkzeuge kommen deshalb vorrangig bei den Komponentenfertigern zum Einsatz. Beispiele sind die Bearbeitung von Gehäusen aus Guss, Großlagerringen und Wellen aus Stahl sowie die Schweißkantenbearbeitung von Stahlblechen, aus denen später die Türme der Windkraftanlagen entstehen. Relativ neu ist unser Engagement beim Verzahnungsfräsen. Dort wenden wir unser Know-how aus der Konstruktion und Fertigung von hochgenauen komplexen Profilfräsern an.

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