Organisation

Kennzahlen für die effiziente Fertigungssteuerung nutzen

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Im letzten Schritt hat der Anwender die Möglichkeit, eigene Dashboards zu gestalten, damit die Kennzahlen in der Form angezeigt werden, die dem Blickwinkel des jeweiligen Betrachters, das heißt vom Werker in der Produktion über die Meister oder andere fertigungsnah agierende Mitarbeiter bis zum Management, gerecht wird. Dabei ist das MES-Cockpit so einstellbar, dass es in einer übergeordneten Anzeige zunächst den schnellen Überblick über alle Kennzahlen ermöglicht.

Kennzahlensysteme können Fertigungssteuerung verbessern

Einen deutlichen Qualitätssprung versprechen Kennzahlensysteme, wenn diese nicht nur für die Problemerkennung und Informationsgewinnung genutzt werden, sondern direkt in den Regelkreis der Fertigungssteuerung einbezogen werden (Bild 1). Dabei ist es wichtig, dass die Messzyklen für die Istwerte aus der Produktion und deren Auswertung den Betrachtungshorizonten für die Kennzahlen entsprechend angepasst sind.

Dazu muss das Management zunächst Ziele definieren, diese dann auf die unterlagerten Ebenen, speziell für die Fertigung, herunterbrechen und überwachen. Über die Erfassung der Messgrößen im MES, deren Zusammenfassung zu Kennzahlen, dem kontinuierlichen Vergleich mit den Zielvorgaben und dem sofortigen Signalisieren, wenn Zielabweichungen mittels individuell definierter Warn- oder Eingriffsgrenzen erkannt werden, lässt sich ein perfekter Regelmechanismus aufbauen. Systeme wie das MES-Cockpit sind zudem in der Lage, über entsprechende Grafikfunktionen Trends aufzuzeigen, sodass Mitarbeiter bereits vor dem Eintreten von kritischen Situationen oder der Verletzung von unternehmerisch definierten Grenzwerten reagieren können.

Akzeptanz der Mitarbeiter für Kennzahlensysteme gewinnen

Außer allen technischen Betrachtungen müssen aber auch organisatorische und menschliche Belange bei der Einführung von Kennzahlensystemen berücksichtigt werden. Nur wenn von Beginn an die Akzeptanz der Menschen, die täglich mit dem System arbeiten, geschaffen wird, sind Probleme bei der Arbeit mit den Kennzahlen zu vermeiden.

Dazu gehören zum Beispiel persönliche Auswertungen. Kennzahlensysteme wie das MES-Cockpit müssen dabei Funktionen zur Verfügung stellen, die den Aufgaben der unterschiedlichsten Unternehmensbereiche entsprechen (Bild 2). Nur so ist eine hohe Akzeptanz und die aktive Nutzung durch alle Mitarbeiter sichergestellt.

Rainer Deisenroth ist Vertriebsleiter und Mitglied der Geschäftsführung bei der MPDV Mikrolab GmbH in 74821 Mosbach.

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