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Die Methoden und Verfahren der dafür zu entwickelnden Systematik sollen in einem Softwaredemonstrator umgesetzt und während eines Praxisversuchs in den beteiligten Unternehmen getestet werden. Mit diesen Testergebnissen können anhand von Vergangenheitswerten die erzielten Effektivitätssteigerungen validiert werden.
Drei Komponenten zur Effizienzsteigerung in der Blechumformung
Der Demonstrator wird hauptsächlich aus drei Komponenten bestehen:
- Datenbasis: Störfälle und entsprechende Abhilfemaßnahmen werden dem Demonstrator als Datenbasis zur Verfügung gestellt. Neben einer initialen Datenbasis bietet das System eine Funktion zur aktiven Erfahrungsrückgewinnung an, mit deren Hilfe Mitarbeiter nicht bekannte Störfälle zusammen mit den jeweils ergriffenen Abhilfemaßnahmen dialoggesteuert dokumentieren können. Nach einer Verifikation werden die-se Informationen in die Datenbasis eingepflegt.
- Entscheidungslogik: Die Ausgabe von Abhilfemaßnahmen soll mithilfe einer zu entwickelnden Entscheidungslogik erfolgen, die unter Nutzung von dialoggestützten Mitarbeitereingaben Störfälle mit validierten Abhilfemaßnahmen verbindet. Im Rahmen dieses Projektes wird die Logik in einem sogenannten „Adaptiven Interaktiven Entscheidungs-Graphen (AIEG)“ umgesetzt, der weiter unten erklärt wird.
- Kennzahlensystem: Anhand eines Kennzahlensystems kann die Effektivität einer Anlage gemessen werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, sowohl einzelne Abhilfemaßnahmen bewerten als auch Anlagen hinsichtlich ihrer jeweiligen Effektivität miteinander vergleichen zu können.
Die Systematik unterscheidet dabei zwei Benutzerrollen:
- Werker: Der Werker bedient eine Blechumformungsanlage und möchte im Störfall wissen, welche Maßnahmen er einleiten muss, damit die Anlage wieder störungsfrei läuft. Dazu befragt er die Software.
- Super-User: Der Super-User pflegt die Software. Er hinterlegt (und verändert) darin Störfälle und Abhilfemaßnahmen und verknüpft diese durch Abfragefolgen in Form eines „Adaptiven Interaktiven Entscheidungs-Graphen“.
Entsprechend der Aktivitäten werden im Projekt für diese beiden Benutzerrollen verschiedene Softwarewerkzeuge umgesetzt.
Datenbasis von Störfällen und deren Abhilfe erforderlich
Für die Nutzung des Softwaredemonstrators ist eine Datenbasis von Störfällen und deren Abhilfemaßnahmen erforderlich: Die für die spätere Nutzung der Entscheidungslogik notwendigen Daten werden von den teilnehmenden Firmen zur Verfügung gestellt.
Um eine Grundlage für den Aufbau und die Struktur der Datenbasis zu schaffen, werden mögliche Störfälle und eventuell schon bekannte Abhilfemaßnahmen aufgenommen und dokumentiert (Erfahrungsrückgewinnung). Eine ausführliche Analyse derjenigen Störfälle, für die noch keine Maßnahmen vorliegen, wird durchgeführt, um sinnvolle Abhilfen zu generieren.
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