Motek 2008 Kettenfördersystem als Hängebahn
Findige Anlagenbauer haben dem Kettenfördersystem Varioflow von Rexroth eine neue Dimension der Flexibilität verliehen. Auf Stahlstützen gestellt, besteht die neue Zuführung für Hinterachs-Abtriebswellen im BMW-Werk Dingolfing, mit Ausnahme der an den Werkstückträgern hängenden Bügel, komplett aus Standardkomponenten. Die individuelle Lösung erleichtert das Handling der Bauteile.
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Das Kettenfördersystem Varioflow von Rexroth ist modular aufgebaut und bietet aus dem Baukasten applikationsspezifisch angepasste Transportlösungen. Mit einer großen Auswahl an Kurven und Bögen sind individuelle Streckenführungen, den örtlichen Gegebenheiten entsprechend, kein Problem.
Hohe Kettenzugkräfte erlauben lange Streckenführungen mit relativ wenigen Antrieben. Vorkonfektionierte Baugruppen erleichtern die Montage, nachträgliche Veränderungen sind gut realisierbar.
Mit Fördergeschwindigkeiten von 5 bis 66 m/min, in unterschiedlichen Systembreiten und vielen verschiedenen Kettenvarianten, lässt sich das System mühelos an das jeweilige Fördergut anpassen. Es ist in rauen Produktionsbedingungen mit Öl, Schmutz und Spänen einsetzbar und sichert dem Anwender eine hohe Verfügbarkeit durch Funktionssicherheit mit geringem Wartungsaufwand.
Überzeugt von diesen Eigenschaften haben auch die Anlagenbauer der Platzgummer Maschinenbau GmbH, mit Unterstützung des Rexroth-Systemintegrators ABE GmbH & Co. KG in Kirchheim/Teck, das Kettenfördersystem in die Optimierung der Montagebänder für die Radträgermontage im BMW-Werk Dingolfing eingebunden. Dort wurden bislang die Abtriebswellen per Gabelstapler in so genannten Sequenz-Behältern an zwei inhaltlich identischen Montagebändern bereitgestellt, um Radträger inklusive Bremsscheiben zu montieren. Dazu mussten die Bauteile jeweils manuell in die Montagevorrichtung gehoben werden.
Roboter übernehmen Montage von Bremsscheiben
Das Gewicht einer Antriebswelle beträgt durchschnittlich 6 kg. Mit Fokus auf einer ergonomischeren und gleichzeitig wirtschaftlicheren Arbeitsplatzgestaltung wurde eine Bandverkürzung durch Montage der Bremsscheiben mittels Roboter erreicht und eine montagegerechte Zuführung der Abtriebswellen realisiert. Montagegerecht bedeutet an dieser Stelle, dass die Wellen nicht mehr in die Hand genommen werden müssen.
Gleichzeitig konnte aufgrund einer räumlichen Änderung das Zwischenlager in das Umfeld der Montageanlagen verlegt werden. Das spart den Staplertransport der Sequenz-Behälter und ermöglicht eine direkte Zuführung mit einem Fördersystem.
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