Monopolist? An einem Chipkonzern aus Taiwan hängt die ganze Welt

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

Künstliche Intelligenz boomt. Und die dpa hat von mehreren Experten nun erklärt bekommen, warum die KI-Welt derzeit um den Chiphersteller TSMC nicht herumkommt ...

Hier blickt man auf ein Werk des Chipkonzerns TSMC auf Taiwan. Was viele nicht wissen, ist, dass TSMC einer der wichtigsten im Hintergrund agierenden Chiphersteller der Welt ist. Und es wird schwer, auf das angesammelte Know-how aufzuschließen ...(Bild:  TSCM)
Hier blickt man auf ein Werk des Chipkonzerns TSMC auf Taiwan. Was viele nicht wissen, ist, dass TSMC einer der wichtigsten im Hintergrund agierenden Chiphersteller der Welt ist. Und es wird schwer, auf das angesammelte Know-how aufzuschließen ...
(Bild: TSCM)

Der Boom künstlicher Intelligenz macht den Chipkonzern TSMC aus Taiwan immer erfolgreicher. Der nicht zuletzt weltgrößte Auftragsfertiger steigerte seinen Gewinn im Zuge dessen im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um satte 69 Prozent (auf rund 763 Milliarden Taiwan-Dollar – umgerechnet etwa 21 Milliarden Euro). Der Umsatz kletterte auf rund 41,6 Milliarden Euro. Und ein Ende des Booms ist vorerst nicht in Sicht! Denn für das Schlussquartal erwartet TSMC im Idealfall bereits einen Umsatz von rund 48,5 Milliarden Euro. Dabei ist TSMC außerhalb der Technologiebranche vergleichsweise wenig bekannt, wie man anmerken muss. Denn der Konzern fertigt vor allem Chips, die andere Unternehmen entwickelt haben. Führende KI-Konzerne sind folglich auf die Taiwaner angewiesen.

Doch was treibt TSMC eigentlich so den ganzen Tag?

Ein großer Teil der modernen Chipindustrie funktioniert nach dem Prinzip der Arbeitsteilung. Der US-Konzern Nvidia beispielsweise entwickelt besonders leistungsfähige Prozessoren, mit denen künstliche Intelligenz trainiert und betrieben werden kann. Die Herstellung überlässt Nvidia aber weitgehend TSMC. Auch Apple lässt auf Taiwan die wichtigsten Prozessoren für seine i-Phones fertigen. TSMC ist also gewissermaßen die Fabrik hinter den großen Namen der Technologiebranche. Und je mehr Chips diese Unternehmen benötigen, desto mehr Aufträge bekommt TSMC automatisch in die Bücher. Besonders profitiere TSMC davon, dass für KI immer leistungsfähigere Prozessoren gebraucht werden. Man laviert dabei außerdem recht sicher auf schwierigem Terrain.

TSMC hat ein bisher unerreichbares Know-how

Computerchips herzustellen, ist nämlich eine der schwierigsten Aufgaben der modernen Industrie. Auf winzigem Raum müssen dazu Milliarden elektronischer Schaltelemente untergebracht werden. Dafür sind teure Maschinen, jahrelange Forschung und viel Erfahrung nötig. Und schon kleinste Fehler können dazu führen, dass ein Chip unbrauchbar ist. TSMC hat diese Technik aber über Jahrzehnte perfektioniert. Andere Hersteller versuchen zwar aufzuholen, doch vor allem bei den modernsten Chips ist der Vorsprung der Taiwaner einfach zu groß. Unternehmen könnten zwar neue Chips entwickeln, aber nicht ohne Weiteres einen anderen Hersteller finden, der diese dann auch in großen Mengen und mit derselben Qualität produzieren könnten.

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