Rofin Baasel Lasertech Kinder und Karriere miteinander vereinbaren
Für den Starnberger Laserspezialisten Rofin Baasel Lasertech sind familienfreundliche Arbeitsbedingungen eine Selbstverständlichkeit – und waren das schon lange, bevor dieses Thema in Politik und Wirtschaft diskutiert wurde. Exemplarisch dafür ist der Berufsweg von Christine Hermann, die zu Beginn des Jahres zur Entwicklungsleiterin ernannt wurde.
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Christine Hermann hat Glück gehabt. „Einige meiner Kommilitoninnen haben den Berufseinstieg nicht wieder geschafft, weil ihnen seitens des Arbeitsgebers die Möglichkeiten nicht geboten wurden.“ Seit Anfang 2008 ist Christine Hermann Leiterin des Bereichs Entwicklung und Technologie der Rofin Baasel Lasertech in Starnberg.
Die Elektroingenieurin ist seit 1989 im Unternehmen beschäftigt, verantwortete seit 1999 den Bereich der kundenspezifischen Softwareentwicklung und leitete seit 2001 den Bereich der Hard- und Softwareentwicklung. Während dieser Zeit ist sie Mutter von zwei Kindern geworden. „Die Möglichkeiten für den beruflichen Wiedereinstieg, die mir bei Rofin Baasel Lasertech geboten wurden, waren zu der damaligen Zeit absolut ungewöhnlich“, sagt sie.
In vielen Unternehmen ist ein Berufsweg wie der von Christine Hermann selbst heute noch nicht möglich. Sie arbeitete in unterschiedlichen Teilzeitstufen, von 15 bis 25 Wochenstunden, häufig auch von zu Hause aus. Sie konnte sich ihre Arbeitszeit völlig flexibel einteilen und war zeitweilig freigestellt von allen Dienstreisen.
„Wir haben auch schon vor Inkrafttreten des Teilzeitgesetzes am 1. Januar 2001 Teilzeitarbeit ermöglicht“, betont Andrea Rudischhauser, Personalleiterin bei Rofin Baasel Lasertech. Zudem habe das Unternehmen immer Wert auf Gleichbehandlung gelegt, auch bei der Bezahlung.
Teilzeit funktioniert auch ohne Gesetz
Rofin Baasel Lasertech entwickelt und produziert industrielle Laser und Lasersysteme für Mikro-Anwendungen. Haupteinsatzgebiete sind Feinschweißen, Feinschneiden, Mikrostrukturieren, Perforieren und Markieren. Außer Serienprodukten werden auch kundenindividuelle Speziallösungen angeboten. Hauptmärkte sind die Medizintechnik, Elektronik, Photovoltaik, Elektromechanik, der Automobilbau, der Werkzeug- und Formenbau, die Feinwerktechnik und Schmuckindustrie.
Das Unternehmen beschäftigt heute 277 Mitarbeiter, davon 64 Frauen. 65 Männer und 11 Frauen haben einen technischen Studienabschluss. Teilzeit arbeiten derzeit 11 Männer und 30 Frauen.
Auch Rofin Baasel Lasertech ist mit dem Problem Fachkräftemangel konfrontiert. Andrea Rudischhauser: „Unser Vorteil ist, dass wir ein technisch interessantes Umfeld haben.“ Gleichwohl würden sich zu wenig Frauen bewerben. Um junge Menschen an technische Berufe heranzuführen, werden Schnuppertage und Praktika für Schüler angeboten sowie Diplomarbeiten für Studenten.
Um Müttern die Berufstätigkeit und einen beruflichen Aufstieg wie den von Christine Hermann zu ermöglichen, hilft das Unternehmen bei der Suche nach Kindergarten- und Betreuungsplätzen. Seit Mitte Oktober letzten Jahres hat Geschäftsführer Carl F. Baasel eine Betreuungsmöglichkeit für Kinder von 1 bis 5 Jahren in unmittelbarer Betriebsnähe ins Leben gerufen.
Diese wird zur Zeit von zwei Kindern halbtags genutzt. Künftig dürften noch mehr Mütter ein Resümee wie Christine Hermann ziehen: „Ich konnte meinen beruflichen Werdegang quasi nahtlos fortsetzen.“
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