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Wurden früher die Präzisionsbauteile auf herkömmlichen Maschinen gefertigt, entdeckte Wilhelmi vor einigen Jahren die Vorzüge von Langdrehautomaten. Heute fertigt Wilhelmi auf einer Cincom B12 und einer Cincom K16 Dreh-Frästeile aus unterschiedlichsten Werkstoffen.
Langdrehautomat bearbeitet Buntmetalle, Edelmetalle und Edelstahl
Bearbeitet werden Buntmetalle, Edelmetalle und Edelstähle ebenso wie Titanlegierungen und die säurebeständige Kupferlegierung Arkap. Gedreht wird von Stangenmaterial mit einem Durchmesser von 12 und 16 mm. Die Losgrößen liegen in der Regel bei 200 bis 5000 Stück, die kleinsten Toleranzen bei maximal 10 µm am Innendurchmesser. Der kleinste Bohrdurchmesser beträgt 0,15 mm.
Ein wesentlicher Vorteil der Langdrehautomaten ist die Möglichkeit, unterschiedlichste Werkstücke auf kleinstem Raum komplett zu schruppen, zu schlichten, zu bohren, zu senken, zu entgraten oder Gewinde zu strehlen (Bild 1). Nach der Bearbeitung auf der Hauptspindel kann das Werkstück von der Gegenspindel automatisch übernommen und dort auf der Rückseite fertigbearbeitet werden.

Dafür stehen beim Langdrehautomat K16 (Bild 2) insgesamt sechs Drehwerkzeuge, vier angetriebene Werkzeuge mit Drehzahlen bis 6000 min—1 sowie jeweils vier Bohrwerkzeuge für die Vorder- und Rückseitenbearbeitung zur Verfügung. Die Drehzahl der Hauptspindel beträgt 15 000 min—1, die der Gegenspindel 10 000 min—1. Der Arbeitsbereich ohne Nachsetzen umfasst einen Durchmesser von 12 mm und eine Länge von 200 mm.
Langdrehautomat bietet Eilganggeschwindigkeiten bis zu 34 m/min
Aufgrund schneller Eilgänge bis zu 34 m/min, extrem kurzer Abbrems- und Beschleunigungszeiten der insgesamt fünf Arbeitsachsen sowie der Möglichkeit, die Werkstückvorderseite und -rückseite mit zwei Werkzeugen simultan zu bearbeiten, reduzieren die Langdreher wirkungsvoll die Fertigungszeiten pro Stück.
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