Kleinteile-Zerspanung

Kleinteile effizient fertigen auf CNC-Desktop-Maschinen

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Ergänzt man die A-Achse (dreht sich um die X-Achse), dann können Werkstücke rotieren (Bild 3). Die hier gewählte Anordnung ermöglicht zwei Betriebsarten: mit Teilapparat, dabei wird das Werkstück in eine Winkelstellung gedreht und dort bearbeitet. Diese Stellung muss sehr steif gehalten werden, um genaue Bearbeitungsergebnisse zu erzielen, was entweder ein selbsthemmendes Getriebe oder eine Bremse am Antrieb voraussetzt.

CNC-Desktop-Maschinen sowohl zum Drehen als auch zum Fräsen

Bei einer Drehbearbeitung rotiert das Werkstück mit ausreichender Drehzahl und ein Werkzeug greift ein. Dies kann ein Drehwerkzeug sein, aber auch ein rotierender Fräser. Es entstehen Rotationskörper, wie bei einer Drehmaschine. Es wird eine A-Achse angeboten, die beide Betriebsarten möglich macht und bei der Drehbearbeitung Drehzahlen bis 6000 min—1 erreicht.

Ergänzt man die B-Achse (dreht sich um die Y-Achse), dann können beispielsweise an einem Würfel fünf von sechs Seiten bearbeitet werden (Bild 4). Die Frässpindel kann 90° um geschwenkt werden, was den X-Weg einschränkt. Die B-Achse ist sehr stabil, die Winkelstellungen werden auf verschiedene Weise, je nach Ausführung, arretiert.

Mehrseitenbearbeitung auch mit CNC-Desktop-Maschinen möglich

Ergänzt man die C-Achse (dreht sich um die Z-Achse), dann werden spezielle sechsachsige Bearbeitungen möglich, beispielsweise Gewindebohren, Tangentialbewegungen und Drehbearbeitungen mit Anstellwinkel (Bild 5). Eine spezielle Highpower-C-Achse mit Servomotor wird seit Jahren auch mit automatischem Werkzeugwechsel erfolgreich eingesetzt.

In diesem Konstruktionskonzept liegt ein ganz entscheidender Vorteil: Es sind Mehrseiten-Bearbeitung und kombinierte Dreh-/Fräsbearbeitung möglich. Das Umspannen mit allen negativen Folgen entfällt. Hinzu kommt die Möglichkeit, Maschinenvarianten zu fertigen.

Umfangreiche Firmware ermöglicht simultane Mehrachs-Bewegungen der CNC-Desktop-Maschinen

Die Multi-Controller-Steuerung MCS basiert auf einem internen Bus-System mit einem Master-Controller und einem intelligenten Achs-Controller pro Achse. Dies gewährleistet schnelle Bewegungen und flexible Erweiterungsmöglichkeiten.

Zusammen mit der umfangreichen Firmware können simultane Mehrachsbewegungen ausgeführt werden und jede Achse kann Zusatzaufgaben erfüllen, wie Positionskontrolle und -korrektur, Lastüberwachung, Schaltfunktionen. Anschlüsse für elektronische Handräder, Joystick, Override-Potenziometer, Tiefenregler, 3D-Taster und Werkzeugvermessung sind serienmäßig eingebaut. Die Bedienoberfläche und die CNC-Programmierung laufen auf einem PC, der über eine serielle Schnittstelle mit der Steuerung verbunden ist.

Bequeme und verständliche Programmierung auch bei CNC-Desktop-Maschinen wichtig

Eine bequeme und gut verständliche Programmierung der Maschine ist so wichtig wie die Maschine selbst. Dies trägt übrigens auch dazu bei, dass die sogenannten Handkurbelmaschinen an Bedeutung verlieren. Es ist selbst bei Einzelstücken einfacher, dies mit einer CNC-Maschine zu erledigen, bei mindestens gleicher Qualität mit geringeren Gesamtkosten.

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