Kleinteile-Zerspanung

Kleinteile effizient fertigen auf CNC-Desktop-Maschinen

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Eine weitere Veränderung passt ins Bild: Die reine CNC-Programmierung durch zeilenweises Eintippen von G-Code wird ersetzt durch Dialogprogrammierung und CAD/CAM. Mit der vorgestellten Maschine wird immer auch ein CAD/CAM-Programm mitgeliefert, das diesen Trend voll unterstützt.

CNC-Desktop-Maschinen lassen sich vielfältig einsetzen

Viele Branchen brauchen eine solche Maschine zum Herstellen von kleineren Dreh- und Frästeilen aus Metall, Kunststoff oder Holz, ob in Forschung, Entwicklung, Prototypenbau oder Produktion. Genauso vielfältig sind die Ansprüche an Genauigkeit, Schnelligkeit, Langlebigkeit und Nutzen der Maschine.

Hinzu kommt die Einbindung in Prozesse, von einfacher Handbeschickung bis zur Zusammenarbeit mit anderen Maschinen in einer automatischen Fertigungsstraße. Kleine CNC-Maschinen ergänzen die großen im Hinblick auf Verfügbarkeit, Stundensatz, Flexibilität und Multiplizierbarkeit. So ist beispielsweise die dezentrale Anordnung von kleinen CNC-Maschinen nahe am Montageplatz mitten in der Fertigung ein weiterer Rationalisierungsschritt.

CNC-Desktop-Maschinen können Medizintechnik-Anforderungen erfüllen

Bezüglich der Anwendungen in der Medizintechnik wäre es falsch zu sagen: Die Medizintechnik braucht besonders genaue Teile mit besonders guter Oberfläche. Dies können auch die Raumfahrt- und Luftfahrt-Unternehmen von sich behaupten oder die Hersteller von speziellen mechanischen Uhren. Auch die Zuverlässigkeit, Reproduzierbarkeit, Toleranz und Liefertreue müssen nicht unterschiedlich sein.

Trotzdem muss eine CNC-Maschine, mit der Teile für die Medizin hergestellt werden, einige zusätzliche Kriterien erfüllen. So ist es zum Beispiel in bestimmten Fällen verboten, beschichtete Fräswerkzeuge zu verwenden oder mit kritischen Flüssigkeiten zu kühlen, Rückstände oder Diffusionen können Folgen haben. Steril müssen die Maschinen aber nicht sein, das wird bei den fertigen Teilen in einem gesonderten Prozess erledigt.

Desktop-CNC-Maschinen müssen einfach zu programmieren sein

Vielfach wird mit Keramikwerkstoffen gearbeitet, wie in der Dentalmedizin mit Zirkonoxyd. Gerade dieses Material ist besonders unangenehm. Beim Fräsen entsteht ein äußerst gesundheitsschädlicher Staub und für die Maschine ist er ebenso schädlich, dazu kriecht er noch in alle Ecken und Winkel – besondere Absaug- und/oder Dichtmaßnahmen müssen eingebaut werden.

Das sind ernsthafte Probleme, die die Maschinen komplexer machen. So entstand die Dental-Version der CPF 300 als CPD 200/5 mit Fünf-Achs-Simultanbetrieb (Bild 6).

CNC-Desktop-Maschinen werden die großen CNC-Maschinen nicht ersetzen

Es wäre vermessen, zu behaupten, dass die Desktop-CNC-Maschine der großen Schwester ebenbürtig ist. Die kleine muss in folgenden Punkten bescheiden bleiben und zurückstehen: nur eingeschränkte Bearbeitung von Eisen und Stahl, kein dauerhaft fließendes Kühlmittel, bestenfalls Mindermengendosierung, keine Bearbeitung von großen und schweren Werkstücken sowie längere Bearbeitungszeiten bei geringerem Spanvolumen pro Zeiteinheit. Für solche Maschinen gibt es genug zu tun.

Entscheidend für die Verbreitung von CNC-Maschinen auf dem Tisch werden der dezentrale Einsatz und die einfache Programmierung sein. Vor Ort, direkt an der Maschine, muss der Weg von der Zeichnung zum fertigen Werkstück so einfach und schnell zu gehen sein, dass Berührungsängste und Hemmschwellen abgebaut werden und dass der Lernaufwand minimal ist. Dieses Kriterium zu erfüllen, ist dem Hersteller der CPF 300 oberster Leitgedanke.

Dietmar Böhm ist Geschäftsführer der Desktop Machines GmbH in 75328 Schömberg

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