Personalabbau Bei Knorr-Bremse stehen viele Jobs auf der Kippe

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die dpa hat erfahren, dass der Münchener Lkw- und Zugbremsenhersteller Knorr-Bremse sich von vielen Mitarbeitern trennen will ...

Beim Bremsenspezialisten Knorr-Bremse wackeln Hunderte von Arbeitsplätzen, die im Rahmen eines Strategieprogramms überzählig sind, wie es heißt. Hier mehr dazu ...(Bild:  Knorr-Bremse)
Beim Bremsenspezialisten Knorr-Bremse wackeln Hunderte von Arbeitsplätzen, die im Rahmen eines Strategieprogramms überzählig sind, wie es heißt. Hier mehr dazu ...
(Bild: Knorr-Bremse)

Die Knorr-Bremse-Entscheider wollen offensichtlich Stellen in 3-stelliger Höhe der Zahl abbauen. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin geht es am Standort München derzeit um rund 200 Arbeitsplätze. Der Münchner Merkur hatte bereits darüber berichtet, dass eine auf einer Betriebsversammlung vorgestellte interne Präsentation von mindestens 700 Jobs deutschlandweit spricht. Das seien umgerechnet 13 Prozent der Jobs in Deutschland. In München seien sogar über 300 Personen betroffen. Demnach arbeiten in Deutschland derzeit rund 5.000 Menschen für Knorr-Bremse. Seit Juli werden die betroffenen Mitarbeiter, wie es weiter heißt, gezielt von der Unternehmensführung darauf angesprochen, in Altersteilzeit zu gehen oder Aufhebungsverträge zu unterschreiben. Und das kürzlich gestartete Freiwilligenprogramm im Bereich Rail komme so gut an, dass betriebsbedingte Kündigungen – zumindest aus heutiger Sicht – vermieden werden könnten

Das Knorr-Bremse-Strategieprogramm verlangt es so

Die Maßnahme zum Personalabbau basiert laut Aussage der Unternehmensführung auf dem seit über einem Jahr laufenden Strategieprogramm „Boost“, wobei es sich um eine langfristige Maßnahme handelt, die betont nichts mit der US-Zollpolitik zu tun hat. Aber wie viele Unternehmen auch, sehe sich Knorr-Bremse anspruchsvollen Bedingungen bei Markt und Wettbewerb ausgesetzt, weshalb man eben gegensteuern müsse. Das Unternehmen bekenne sich aber zum Wirtschafts- und Produktionsstandort Deutschland. Und kürzlich wurde in dieser Hinsicht die Erweiterung des europaweit größten Truck-Standorts in Aldersbach in Niederbayern bekanntgegeben.

Die Wirtschaftliche Lage bei Knorr-Bremse ist stabil

Erfreuliche Geschäfte mit der Eisenbahn führten, wie es weiter heißt, dazu, dass der Lkw- und Zugbremsen-Hersteller zuletzt stabil war. Knorr-Bremse erreichte in diesem Sektor ein Umsatzplus von zehn Prozent (2,2 Millionen Euro). Von Anfang Januar bis Ende Juni ging der Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 von knapp 3,99 auf 3,96 Milliarden Euro aber leicht zurück. Der Nettogewinn sank auch – und zwar von 313 Millionen auf 294 Millionen Euro. Anders als vielen anderen deutschen Industrieunternehmen blieben den Münchenern damit also größere Einbrüche erspart. Der Auftragseingang legte insgesamt um 18 Prozent zu. Der etwas größere Geschäftsbereich mit Lkw-Bremsen wurde aber von der allgemeinen Flaute erfasst, weswegen Umsätze, Auftragseingang und Auftragsbestand sich verringerten.

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