5-Achs-Fräszentren Kompakte Fräsmaschine punktet durch spezielles Gantry-Konzept
Cronum 600.5X heißt eine 5-Achs-Simultan-Bearbeitungsmaschine von Kaast. Langlebig, präzise, leistungsstark und stabil gebaut, soll sie auch bei anspruchsvollen Werkstoffen produktive Arbeit leisten können - zu attraktivem Preis.
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Die Cronum ist für die Bearbeitung komplexer und mehrflächiger Konturen konzipiert, wie Kaast weiter ausführt. Die Maschinenserie sei ideal für kleine bis mittelgroße Werkstücke und biete ein hervorragendes Leistungsbild bei allen Aspekten des Fräsens. Ihre verbesserte Portalbauweise ermöglicht ein kompaktes Konzept, das laut Hersteller dennoch mit einem maximalen Arbeitsbereich punktet. Die nötige Stabilität für die Zerspanung schwieriger Werkstoffe gewährleiste ihr Meehanite-Gussbett, womit sie auf ein Eigengewicht von knapp 10 t komme. Als Steuerung dient ein TNC 640 von Heidenhain, Siemens 840 D optional, die unter anderem mit einer dynamischen Kollionsüberwachung und einer automatischen Kinematikvermessung ausgestattet ist. Bereits im Standard sind lineare Glassmaßstäbe von Heidenhain in der X-, Y- und Z-Achse verbaut. Mit deutlich unter 200.000 Euro Investitionskosten, ist die Cronum 600.5X außerdem preislich attraktiv, wie Kaast anmerkt.
Zerspanung mit fortschrittlichem Gantry-Design
Das 5-Achs-Simultan-Bearbeitungszentrum Cronum folgt dem Semi-Gantry-Konzept, welches für eine hohe Steifigkeit steht, und sie deshalb auch für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung sowie prozessintensive Anwendungen prädestiniert. Nach Meinung von Kaast ideal für alle komplexen Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien. Die Anlage nutzt standardmäßig einen seitlich angebrachten 24-fach-Werkzeugwechsler. Optional bietet Kaast auch 32-, 48- und 60-fach-Systeme an. Somit könne man sie auch für die mannlose Fertigung ausbauen. Eine Werkzeugvermessung mittels Lasersystem von Blum Novotest (LC-50 Digilog) sorgt außerdem dafür, dass die zum Einsatz kommenden Werkzeuge zuvor stets geprüft werden, um die maximale Bearbeitungspräzision zu garantieren, wie Kaast anmerkt.
Große Spindelauswahl
Im Hinblick auf die nutzbaren Spindeltypen gibt es laut Hersteller eine 18.000/24.000 min-1 Hochleistungs-Motorspindel (built-in) und eine 12.000/15.000 min-1 Inline-Direktantriebsspindel. Das Werkzeug werde durch das vorgespannte Federpaket der integrierten Zugstange sicher in die Spindel eingezogen. Die Kühlung durch die Spindel (CTS) per 20-bar-Hochdruckpumpe trage dabei nicht nur zur Verlängerung der Werkzeugstandzeit bei, sondern maximiere auch die Maschineneffizienz bei höheren Schnittgeschwindigkeiten sowie die Effizienz der Späneentsorgung beim Tieflochbohren und Taschenfräsen.
Die integrierten Kugelgewindetriebe von THK in der X-, Y- und Z-Achse haben einen Durchmesser von 40 mm und entsprechen der Genauigkeitsklasse C3, so Kaast. Vorgespannte Doppelmuttern sollen dabei die axiale Präzision gewährleisten und die Verformung unter Axialkraft minimieren. AC-Motoren treiben alle drei Achsen an und gelten dabei als Garanten für einen ausreichenden „thrust feed“. Gleichzeitig erreichen die Motoren ein Geschwindigkeit von 36 m/min, so Kaast.
Hoch belastbarer Maschinenrundtisch
Ihr runder Maschinentisch misst 600 mm im Durchmesser, kann mit maximal 600 kg belastet werden und stammt von LCM aus Italien, beschreibt der Hersteller. Die A-Achse hat einen Kippbereich von 120 bis -120°, so Kaast. Seine maximale Drehzahl liegt bei 60 min-1. Die C-Achse ist mit einem Torque Motor ausgestattet und sorgt so für Dynamik, Präzision und hohe Klemmkräfte. Außerdem arbeitet der Tisch in puncto A- und C-Achse mit Winkelmessgeräten vom Typ RCN-226 von Heidenhain. Die Medienversorgung für die Hydraulik und Pneumatik erfolgt von der Tischmitte aus, wie Kaast erklärt. Dazu stehen drei 80-bar-Anschlüsse für die Hydraulik und ein 6-bar-Anschluss für die Druckluft zur Verfügung.
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