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Pneumatik

Die 12 wichtigsten Pneumatik-Tipps

| Redakteur: Stefanie Michel

Wenn Sie Pneumatik in Ihrer Anwendung einsetzen wollen, muss das Pneumatik-System richtig dimensioniert sein, allen (Sicherheits-)Vorschriften genügen und möglichst effizient arbeiten. Aventics gibt Tipps, auf was Sie achten müssen.

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Aventics gibt Tipps, was bei der Auslegung einer pneumatischen Anwendung zu beachten ist.
Aventics gibt Tipps, was bei der Auslegung einer pneumatischen Anwendung zu beachten ist.
(Bild: Aventics)
  • 1. Achten Sie auf die richtige Auslegung Ihrer pneumatischen Anwendungen.
    Bereits bei der Planung der pneumatischen Systeme sollte man darauf achten, dass diese richtig dimensioniert sind. Hierzu gehören z.B. die Wahl des optimalen Zylinder- und Schlauchdurchmessers, aber auch einer geeigneten Druckluftaufbereitung. Durch diese Maßnahmen vermeiden Sie unnötigen Energieverbrauch.
  • 2. Sparen Sie bereits bei der Konstruktion Zeit, indem Sie Ihre Pneumatikkomponenten mit einem Konfigurator individuell zusammenstellen.
    Online-Tools wie Produktkonfiguratoren ermöglichen heute eine komfortable Auswahl von Funktionen, die genau auf Kundenanwendungen zugeschnitten sind. Produktdaten wie CAD-Modelle, Preise und Lieferzeiten sind sofort abrufbar. So können Sie 24 Stunden am Tag und an 365 Tagen im Jahr Ihre individuelle Lösung zusammenstellen.
  • 3. Montieren Sie Ihre Ventile auf dem Zylinder, um kurze Druckluftwege zu realisieren.
    Lange Schläuche, Schlauchverbindungen und Umlenkungen führen dazu, dass Druckluft verloren geht. Eine Dezentralisierung der Einheiten bietet enormes Einsparpotenzial. Zudem werden die Reaktionszeiten des Zylinders verkürzt. Dadurch können Sie die Produktivität Ihrer Maschinen erhöhen.
  • 4. Sparen Sie Zeit, Geld und Platz, indem Sie statt einzelner Komponenten komplette pneumatischer Systeme auswählen.
    Die Bestellung einzelner Komponenten ist logistisch aufwändig; zudem ist die Auslegung mit einem hohen technischen Aufwand verbunden. Sparen Sie beides, indem Sie einbaufertige, geprüfte und platzoptimierte pneumatische Systeme direkt von einem Experten beziehen. Dadurch entfallen auch die Lagerung und die damit verbundenen Lagerkosten für die einzelnen Komponenten.
  • 5. Wählen Sie den Filtrierungsgrad Ihrer Luftaufbereitung nach Bedarf.
    Ein zu feiner Filter vermindert den Druckluftdurchfluss und führt zu Energieverlust. Ein zu grober Filter hingegen sorgt dafür, dass große Partikel die Pneumatik Komponenten schneller verschleißen lassen. Eine gute Druckluftaufbereitung verhindert die Korrosion der Komponenten, eine Verkürzung der Lebensdauer und Störungen der Schaltvorgänge.
  • 6. Reduzieren Sie Ihren Installationsaufwand durch den Einsatz von Ventilsystemen.
    Wenn Sie als Anwender mehrere Einzelventile einsetzen, ist dies mit hohem Aufwand verbunden. Empfehlenswert ist daher eine Zusammenfassung zu Ventilsystemen. Das hat mehrere positive Effekte: einerseits sind der Installations- und Logistikaufwand geringer, andererseits lassen sich Montagefehler durch geprüfte Ventilsysteme vermeiden.
  • 7. Erweitern Sie die Maschinenfunktionen, indem Sie Ventilsysteme nutzen.
    Ventilsysteme erleichtern die Anbindung Ihres Pneumatiksystems an die Steuerung der Maschine. Durch die Verwendung von Ventilsystemen in Multipolausführung, marktüblicher Feldbussysteme oder Ethernet-Anbindungen wird die Einbindung der Ventiltechnik in das Steuerungskonzept der Anwender einfach durchführbar. Die Rückmeldung von Diagnose- und Sensordaten erweitert die Maschinenfunktion ohne spürbaren Mehraufwand.
  • 8. Stellen Sie den Druck individuell nach Ihren Anforderungen ein.
    Ein zu niedriger Druck führt dazu, dass Maschinen ihre Leistung nicht erreichen. Zu hoher Druck hingegen bedeutet, dass mehr Druckluft verbraucht wird, als eigentlich nötig ist. Je nach Applikation sollten Sie deshalb ein manuelles oder ein elektropneumatisches Druckregelventil auswählen.
  • 9. Vermeiden Sie Leckagen bei Ihren pneumatischen Anwendungen.
    Bei pneumatischen Anwendungen können Druckluftverluste auftreten. Um sogenannte Leckagen zu vermeiden, empfehlen wir die Beachtung der VDMA-Richtlinie 24581. Als Anwender sollten Sie Leckage-Stellen regelmäßig orten und beseitigen. Der Einsatz von Durchflusssensoren ist ratsam, um Druckluftverluste frühzeitig zu erkennen.
  • 10. Nutzen Sie die Dämpfung Ihrer Zylinder optimal.
    Durch die richtige Einstellung der pneumatischen Dämpfung lassen sich mehrere Vorteile erzielen. Sie können Ihre Zylinder kleiner auslegen und dadurch Zeit, Platz und Betriebskosten sparen. Außerdem lassen sich dadurch Taktzeiten reduzieren, und die Produktivität Ihrer Maschine erhöht sich. Ein geringeres Geräuschniveau erleichtert Ihnen die Einhaltung der Bestimmungen zur Lärmemission.
  • 11. Wenden Sie sich an einen Experten, wenn Sie Produkte unter extremen Bedingungen anwenden.
    Durch die Überarbeitung gesetzlicher Bestimmungen haben sich die Anforderungen an Produkte, die zum Beispiel in explosive Umgebungen beziehungsweise für sicherheitstechnische Applikationen angewendet werden, ständig erweitert. Um hier Unterstützung zu bieten, haben Pneumatikhersteller umfangreiche Daten und Hilfsmittel erarbeitet, die Ihnen online zur Verfügung stehen. Damit können Sie alle Aspekte der jeweiligen Anwendung systematisch bewerten.
  • 12. Scheuen Sie sich bei Fragen oder Problemen nicht, Beratung in Anspruch zu nehmen.
    Heutzutage bleibt den meisten Unternehmen kaum Zeit für die optimale Auslegung pneumatischer Systeme. Der Trend geht dahin, dass Beratung und Service durch externe Spezialisten geleistet werden. Um Ihnen die passende Lösung für Ihre Applikationen zu bieten, unterstützen Pneumatikhersteller durch umfangreiche Beratung bis hin zur Inbetriebnahme.

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