Bearbeitungszentren

Komplexe Bauteile in 50 Minuten fertigen

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Entwicklung integrierter Lösungen

SW unterstützt Schlote darüber hinaus auch bei der Planung der Produktion: „In der Branche der automatisierten Teileherstellung wird es zunehmend wichtiger, die Vorteile kurzer Zykluszeiten zu nutzen und dadurch große Projekte an Land zu ziehen. Gleichzeitig muss jedoch der Preis pro Werkstück gesenkt werden“, erklärt Jiangang Gao, Leiter von Schlote Automobile Parts (Tianjin) Co. Ltd. „SW arbeitet daher auch im Bereich der Kostenkalkulation für Teile eng mit Schlote zusammen.“ So wird die Produktionszeit in dem Moment berechnet, in dem der Kunde Schlote die Menge an Teilen mitteilt, die für ein Jahr benötigt wird. „Die entsprechende Kalkulation ist sehr detailliert“, so Mäntele. „Müssen beispielsweise 10.000 Teile für ein Jahr hergestellt werden, berechnen Schlote und SW, wie viele Tage dies dauern wird und wie viele Minuten pro Tag erforderlich sind.“ Um die Produktionsaufgabe gemäß dieser Kalkulation durchführen zu können, müssen die Abläufe durchgängig als automatisierte Fertigung angelegt sein, was für viele Lieferanten von Bearbeitungszentren eine große Herausforderung darstellt.

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SW liefert jedoch nicht nur Hochleistungsbearbeitungszentren sondern auch automatisierte integrierte Lösungen: „Wir entwickeln in Kooperation mit unserem Tochterunternehmen SW Automation
GmbH für unsere Auftraggeber ein umfassendes Programm für Produktionsverfahren bis hin zum fertigen Produkt“, erklärt Mäntele. So kann beispielsweise die Beladetür geschlossen bleiben und das Roboterportal kann auf der hochgelegenen siebten Achse die Maschine von oben Be- und Entladen. Dies hat den enormen Vorteil, dass die gesamte Maschine frei zugänglich bleibt. Die spezielle Greiftechnik, die für dieses Projekt entwickelt worden ist, kann die Teile ebenfalls über die Zwischenablage ablegen und drehen. Zur Durchführung der Aufgaben Entgraten, Montieren, auf Dichtigkeit prüfen und Feinwaschen wurde noch eine separate Linie eingerichtet, sodass am Ende komplett fertige Bauteile zur Verfügung stehen.

Verkürzung des Produktionzyklus geplant

Insgesamt umfasst die von SW und SW Automation installierte Lösung acht hochautomatisierte Produktionseinheiten vom Aufgreifen des Rohlings bis zur abschließenden optischen Erkennung des fertigen Teils. Außerdem ist derzeit nur an zwei Stationen entlang der gesamten Produktionslinie ein Mitarbeiter erforderlich.

Um diesen reibungslosen Ablauf und die Sicherheit der Produkte zu gewährleisten, sind regelmäßig SW-Techniker vor Ort in Tianjin und schulen Mitarbeiter, aktualisieren die Programmierung oder warten die Ausrüstung vorausschauend. „Unter anderem um unseren in China ansässigen Kunden diesen Vor-Ort-Service bieten zu können, eröffnete SW Ende Oktober 2016 ein Werk in Suzhou“, erklärt Mäntele. Mit Schlote arbeitet das Unternehmen weiterhin zusammen, um die Produktionseffizienz kontinuierlich zu verbessern: „Unser Plan für das nächste Projekt ist eine Verkürzung des Produktionszyklus um 15 %“, so Thuene. „Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesteckt, das größte Werk in der Gruppe und für den aufkommenden chinesischen Markt zu werden.

* Iris Gehard arbeitet als Fachjournalistin für die SW GmbH in München, contact@sw-machines.de, www.sw-machines.de. Weitere Informationen: Schlote-Gruppe in 31177 Harsum, info@schlote.com, www.schlote-gruppe.com

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