Leichtbau BW Konteraufbohren revolutioniert Leichtbau mit Stack-Materialien
Ein großes Problem beim Bohren von CFK/Titan-Stacks für den industrielle Leichtbau war bislang der hohe Verschleiß. Fraunhofer-IPA-Forscher zeigen jetzt, wie das mit einem speziellen Werkzeugkonzept wesentlich besser funktioniert.
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Die spanende Bearbeitung ist ein entscheidender Faktor für die industrielle Durchsetzung von faserverstärkten Kunststoffen – vor allem in Hinsicht auf hybriden Leichtbau. Die verwendeten Werkzeuge, wie Bohrer und Fräser, leiden dabei jedoch unter einem hohen Verschleiß. Das Fraunhofer-IPA in Stuttgart hat sorgt mit einem neuen Werkzeugkonzept und Verfahren nun für die wirtschaftlichere Herstellung der für den Leichtbau benötigten Nietbohrungen – dem sogenannten Konteraufbohren.
Alles neu macht der Mai...
Die Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg präsentiert diese Innovation des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA mit ihrem Thinking im Mai. Die Leichtbau BW GmbH stellt unter diesem Label regelmäßig beispielhafte Produkte und Dienstleistungen im Leichtbau aus Baden-Württemberg vor.
Gerade im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik bedeutet die geforderte Genauigkeit an Niet-Bohrungen in Kombination mit schwer-zerspanbaren Werkstoffen eine sehr große Belastung der eingesetzten Werkzeuge.
Radial zustellbares Bohrwerkzeug
Die Prozesse zur Bohrbearbeitung von Flugzeugstrukturen aus Leichtbauwerkstoffen, bestehend aus einem schichtweisen Aufbau aus Titan und CFK oder Aluminium und CFK, sogenannte Stacks, verursachen wegen des hohen Werkzeugverschleißes hohe Kosten und verlangen einen häufigen Werkzeugwechsel.
Durch eine geschickte Werkzeugauslegung konnten am IPA die Werkstoffbearbeitung erleichtert und dabei die Standzeit der Werkzeuge im Vergleich zum Stand der Technik erhöht werden. Das Bearbeitungsverfahren zeichnet sich dabei durch ein radial zustellbares Bohrwerkzeug aus, welches in Bohrvorschubrichtung zentrisch und gegen die Vorschubrichtung exzentrisch hochfeste Leichtbauwerkstoffe aus der Luft- und Raumfahrttechnik bearbeiten kann.
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