KVP

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess reduziert Kosten bis 15%

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Die Fortschritte bei Produktivität, Qualität und Kosten geben dem recht. Trotz Wirtschaftskrise hat Sielaff bei einem um 20% niedrigeren Umsatz beim Projektabschluss ein deutlich positives Ergebnis erzielt. Der funktionierende KVP hatte daran einen wichtigen Anteil. Mit ihm konnten Kostenpotenziale von rund 2,5 Mio. Euro ermittelt und realisiert werden.

KVP hebt die Produktivitätsreserven in jedem Betrieb

Dies deckt sich mit der Erfahrung der Berater aus mittlerweile mehr als 600 durchgeführten Projekten: In der Regel stecken in jedem Betrieb 15 bis 20% mehr Produktivität. Auch die Produktivitätssteigerung des Unternehmens Sielaff lag in diesem Rahmen.

Ein Automat aus dem Haus Sielaff hat bis zu tausend Einzelteile, von der Schraube über den Elektroschalter bis hin zu den verschiedenen Motoren. Manche Teile werden zugekauft, die eigene Fertigungstiefe ist jedoch enorm. So werden für die Gehäuse die Bleche als Rohmaterial angeliefert, gestanzt, genippelt, gelasert, gebogen, geschweißt, pulverbeschichtet und montiert.

Ein Großteil der verbauten Elektronik wird selbst entwickelt, ebenso wie die dazu notwendige Software. Die Anzahl der Arbeitsschritte geht in den hohen zweistelligen Bereich. Jeder Arbeitsschritt muss in den anderen greifen, wenn nicht Zeit, Geld und Arbeit verschwendet werden soll.

Grundlegende Analyse des Istzustandes am Anfang der KVP-Einführung

Deshalb stand am Anfang der Beraterarbeit gemeinsam mit den Mitarbeitern eine grundlegende Analyse des Istzustandes. Oft waren nur Kleinigkeiten im Ablauf zu ändern, manchmal neue Hilfsmittel und Maschinen nötig. Und manchmal musste auch in das Layout der Fertigung eingegriffen werden.

Ein KVP kann nur gelingen, wenn sich die Denkweisen im Unternehmen ändern, wenn die Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen mitgenommen werden und den Veränderungsprozess mitgestalten können. Kommunikation ist deshalb bei allen Projekten oberstes Gebot. So waren selbstverständlich die Mitarbeiter bei der Definition neuer Kennzahlen beteiligt. Denn die können nur wirksam sein, wenn sie jedem Mitarbeiter geläufig sind.

KVP-Board schafft Transparenz für alle Mitarbeiter

Deshalb werden täglich zum Beispiel die Leistungsgrade, Störzeiten, Reklamationen, Schichtpläne wie auch abteilungsübergreifenden Kennzahlen besprochen und die Ergebnisse auf dem sogenannten KVP-Board visualisiert (Bild 2). Daneben werden dort Verbesserungsideen dokumentiert, systematisch abgearbeitet und über feste Informationskaskaden bis in die Geschäftsleitung gebracht. Umgekehrt bringt diese wichtige Informationen koordiniert an die Belegschaft und das KVP-Board. Alle Mitarbeiter wissen: Dort steht das Unternehmen, hier steht meine Abteilung.

Und weil sich an der Produktivitätskurve auch das Führungsvermögen ablesen lässt, sind die Meister und Abteilungsleiter stets bemüht, ihre Mitarbeiter auszulasten. Ist das in der eigenen Abteilung gerade nicht möglich, so hat vielleicht die Nachbarabteilung noch Hilfe nötig. Dieser Blick über das eigene Tätigkeitsfeld hinaus hilft, die gesamte Wertschöpfungskette im Unternehmen besser zu verstehen.

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