Motek 2008 Kraft- und lagegeregelte pneumatische Antriebe erfüllen Anwenderwünsche
Ob bei der Karosseriefertigung in der Automobilindustrie oder bei der Endmontage von Polymerzylindern: Komponenten wie Schweißzangen müssen präzise an Werkstücke herangefahren und dann mit definierter Kraft in die Endlage gedrückt werden können. Eine neue Generation der Festo-Servopneumatik will solche Anforderungen erfüllen, wie eine Anwendung für die Holzindustrie verdeutlichen soll.
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Trennsägeanlagen in der Holzindustrie erfordern flexible und schnelle Anpressvorrichtungen. Schließlich werden den Anlagen Bretter unterschiedlichster Dicke und Breite zugeführt, dennoch sollen die Sägeblätter Bretter präzise schneiden und Vorschubgeschwindigkeiten bis 3 m/s erreicht werden. Festo-Ingenieure sind davon überzeugt, dass servopneumatische Antriebe der neuen Generation die Anpressvorrichtungen, bei denen die Bretter mittels Rollen niedergehalten werden, effizient automatisieren können.
Servopneumatische Antriebe schalten von Kraft- auf Lageregelung um
Ein genauerer Blick auf eine Beispielapplikation soll zeigen, dass das vermessene Brett per Fördertechnik in die Trennanlage eingeführt wird. Dabei steht die Anpressrolle auf einer definierten Vorposition.
Läuft ein dickeres Brett in die Maschine einläuft, soll es die Rolle aus der Position herausdrücken. Dies soll der neue Positioniercontroller CMAX von Festo feststellen und auf Kraftregelung umschalten. Das Brett wird jetzt nach Aussage des Herstellers mit definierter Kraft niedergehalten, womit ein sicheres und schnelles Zersägen des Rohbrettes in die gewünschten Teilsegmente erfolgen soll.
Ist das Brett durchgelaufen, wird die unterste Position der Anpressrolle dicht über dem Förderband vom System erfasst, der Positioniercontroller schaltet zurück in die Lageregelung und die Achse wird wieder auf die Vorposition verfahren.
Neues Proportionalventil ermöglicht Umschalten des servopneumatischen Antriebs
Möglich wird die Funktion Kraftreglung für den Positioniercontroller CMAX nach Aussage von Festo durch das neu entwickelte Proportionalventil VPWP. In dieses Ventil haben die Entwicklungsingenieure Drucksensoren integriert, so dass im System immer bekannt ist, welcher Druck in den Kammern anliegt, heißt es.
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