Forkardt Kraftspannfutter mit dreifacher Führung verringern den Verschleiß

Autor / Redakteur: Dieter Hohnen / Rüdiger Kroh

Bei Losgrößen bis zu 1 Mio. Stück und sehr kurzen Bearbeitungszyklen wird in der Fertigung von Präzisionsdrehteilen von den Spannfuttern eine hohe Prozesssicherheit verlangt. Kraftspannfutter mit dreifacher Backenführung und Zwangsschmierung sind hier über ihr Alleinstellungsmerkmal eine Lösung.

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Bild 1: Zeiten von Schnitt zu Schnitt zwischen 25 und 60 s, Losgrößen bis zu 1 Mio. Stück – für diese Dauerläufer ist absolute Prozesssicherheit der Spannfutter notwendig.
Bild 1: Zeiten von Schnitt zu Schnitt zwischen 25 und 60 s, Losgrößen bis zu 1 Mio. Stück – für diese Dauerläufer ist absolute Prozesssicherheit der Spannfutter notwendig.
(Bild: Forkardt)

In Spannfutter wird bei der WST Präzisionstechnik in Löffingen immer unabhängig von der Maschine investiert. Je nach Projekt muss die Spannmittelsituation flexibel angepasst und ausgelegt werden. Noch wichtiger ist allerdings die Prozesssicherheit der Futter, denn bei Losgrößen bis zu 1 Mio. Stück, Zeiten von Schnitt zu Schnitt zwischen 25 und 60 s, also sehr kurzen Bearbeitungszyklen, wird das Futter extrem beansprucht.

Schmierung in den Grundbackenführungen lässt bei traditionellen Spannzeugen schnell nach

Konkret bedeutet das: Die zu fertigenden Bauteile werden zur Bearbeitung geholt, abgelegt, das Futter geschlossen, gespült und wieder geschlossen. Diese enorme Anzahl an Spannbewegungen pro Bearbeitungszyklus waren der Grund, weshalb sich die Verantwortlichen bei WST nach einem neuen Futterprinzip umsahen.

Durch die bis dahin eingesetzten Futter mit der herkömmlichen Grundbackenführung kam es aufgrund des hohen Verschleißes immer wieder zu Problemen hinsichtlich der Planparallelität und des Rundlaufs innerhalb der kompletten Losgrößen.

Im Gegensatz zu den konventionellen Futtern setzt Forkardt bei den Kraftspannfuttern 3QLC auf eine dreifache Backenführung. Für WST ist das ein Prinzip, das zwangsläufig zu mehr Prozesssicherheit führt. Die Schmierung in den Grundbackenführungen lässt bei traditionellen Spannzeugen aufgrund der relativ großen Freistiche und Spaltmaße und des damit verbundenen Schmiermittelverlusts schnell nach.

Die Reduzierung der Schmierwirkung hat Spannkraftverlust und einen höheren Verschleiß zur Folge. Dieser Verschleiß führt zu Genauigkeitsverlusten in den Fertigungsprozessen. Bei WST wurde dies aufwendig analysiert und führte zu einem Umdenken in Bezug auf die Spannmittelbewertung.

Schmierwirkung und Verschleißwerte wurden signifikant verbessert

Bei der Suche nach einer Lösung überzeugte das Forkardt-Prinzip. Denn bei der Mehrfach-Profilbackenführung der QLC-Spannfutter wurden die Schmierwirkung und die damit verbundenen Verschleißwerte signifikant verbessert und somit die Basis für die von WST geforderte Prozesssicherheit realisiert.

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