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MAG-Schweißen

Kran-Giganten verlangen einen sicheren Schweißprozess

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Aber auch die Service- und Wartungsfreundlichkeit der neuen Schweißsysteme begeistern in der Werkstatt. Hierbei lobt der zuständige Betriebselektriker, Gerhard Kneer, die gute Zugänglichkeit des Leistungsteils – vom Kühler über den Lüfter, die Strombuchsen bis zu den Leiterplatten.

EWM-Schweißsysteme lassen sich leicht in Betrieb nehmen

Neben den besonderen Schweißeigenschaften und der hohen Prozesssicherheit, die sich nun bei Liebherr eingestellt hat, gibt es für das Team Schweißaufsicht noch weitere Trümpfe der EWM-Systeme, die stechen: „Die Mündersbacher haben uns einen Gerätetyp von der Stange geliefert, den wir 1:1 angeschlossen und Parameter eingestellt haben – und alles hat funktioniert, unseren besonderen Vorstellungen entsprochen“, erinnert sich Sascha Wilde, „das haben wir so noch von keinem anderen Hersteller erlebt.“. Wilde betont: „Eingesteckt, mit Draht bestückt, Schutzgas angeschlossen und es ging los.“

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Dass man bei einer Investition in durchdachte Systeme auch noch richtig sparen kann, kam für die Ehinger fast überraschend hinzu: „Für das Fügen der Baugruppen aus Feinkornbaustahl wird ein zweiter Schweißzusatzwerkstoff verwendet. Damit hier risssicher gearbeitet werden kann, hat Liebherr schon seit vielen Jahren den Doppelkoffer im Einsatz. Ursprünglich als Eigenkonstruktion hergestellt, kamen die Stromquellenlieferanten langsam mit mehr oder minder guten Lösungen nach. EWM bietet ein Systemkonzept, das man auf dem Markt nur schwer findet“, hebt Wilde hervor.

„Bei dieser Doppelkoffer-Lösung arbeitet die Phoenix mit zwei Drahtvorschüben in einem Gehäuse, jeweils mit unterschiedlichem Schweißdraht bestückt. Mit einem Griff zum Brenner und einem Knopfdruck auf den Brennertaster wechseln unsere Schweißer nun komfortabel und blitzschnell zwischen den unterschiedlichen Fügeaufgaben. Rüstzeiten, wie wir sie von herkömmlichen Anlagen kennen, entfallen nahezu komplett“, sagt Wilde. Eine deutliche Aussage, welcher alle Teammitglieder uneingeschränkt zustimmen.

Ausgefeilte Konstruktionen sorgen für gute Bedingungen an dünnen Blechen

Auch für die Lösung zukünftiger Schweißaufgaben sehen sich die Ehinger Fügespezialisten bei STS in guten Händen – so folgert man aus dem Schluss, den Dipl.-Ing. Örtl zieht: „Durch immer ausgefeiltere Konstruktionen können wir wesentlich dünnere Bleche und Rohre für unsere Baugruppen verwenden. Wir sind partiell schon beim 4-mm-Dünnblech angekommen – einer Stärke, bei der das konventionelle MAG-Verfahren zu viel Wärme einbringt. Die Lösung sehen wir in der vielfach prämierten MAG-Variante EWM-Cold-Arc. Diese Innovation zum wärmereduzierten kalten Schweißen stellen wir dem herkömmlichen MAG-Prozess gegenüber. Das Projekt wird durch eine Diplomarbeit an der FH Ulm wissenschaftlich untermauert“.

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