Digitalisierung kann eine nachhaltige Transformation durch Kollaboration zusätzlich stärken und beschleunigen. Angesichts der zunehmenden Verbreitung des industriellen Internets der Dinge (IIoT) lassen sich datengestützte Entscheidungsprozesse nutzen, um Abfälle zu minimieren. Digitalfähige Produkten, Lösungen und Services erfassen Echtzeitdaten, die den Zustand von Anlagen und Systemen widerspiegeln und Entscheidungen zur Optimierung und Verbesserung der Energieeffizienz ermöglichen. ABB hat z. B. intelligente Sensoren an Motoren in der Papierfabrik seines Kunden SCA installiert. Durch die Datenanalyse lassen sich nicht nur die genutzte Wirk- und Blindleistung sowie der jährliche Wirk- und Blindleistungsverbrauch bestimmen, sondern auch die korrekte Dimensionierung des Motors für die Anwendung und das Einsparungspotenzial (in kWh, Euro und kg CO2) bei einem Austausch des Motors. Bisher hat SCA Motoren mit einem Gesamtgewicht von 28 t über das zirkuläre Recyclingmodell von ABB recycelt. Mithilfe der Analyse wurden 11 t Motoren identifiziert, ersetzt und zu Stena Recycling transportiert.
Das Geschäftsmodell von ABB für die Rücknahme und das Recycling von Motoren ist flexibel. Das Konzept kann um passende digitale Lösungen und Angebote für energieeffiziente Motoren erweitert werden, um die Nachhaltigkeit des Gesamtprozesses zu verbessern. So senkt eine Kombination von Prozessen zum Recycling ineffizienter Motoren einerseits und zum Austausch gegen neue, effizientere Motoren andererseits die Kohlenstoffemissionen in beiden Prozessschritten. Es lassen sich aber noch weitere Nachhaltigkeitsvorteile erzielen: In bestimmten Fällen kann ABB Kunden in Zusammenarbeit mit Stena Recycling einen Ausgleich für das recycelte Material sowie einen Verwertungsnachweis und Umweltbericht anbieten, wenn sie neue Produkte von ABB erwerben.
Veränderungen bewirken durch Zirkularität
Das zirkuläre Geschäftsmodell von ABB zeigt die Bedeutung effizienter Abläufe und eines verantwortungsvollen End-of-Life-Managements.
(Bild: ABB)
Die Entscheidungsfindung im Hinblick auf die Produktnachhaltigkeit muss mit entsprechenden Daten und einem Verständnis der Umweltwirkungen entlang des gesamten Lebenszyklus eines Produkts, in diesem Fall eines Elektromotors, beginnen. Abhängig vom CO2-Fußabdruck in den verschiedenen Lebenszyklusphasen bieten sich geeignete Möglichkeiten für nachhaltige Verbesserungen.
Indem man sich auf die Energieeffizienz in der Nutzungsphase und das Recycling am Lebensdauerende konzentrierte, konnte ABB einen bestmöglichen positiven Umweltbeitrag erzielen. Zukünftig werden sich sicherlich noch weitere Möglichkeiten bieten, um die Nachhaltigkeit von Motoren weiter zu verbessern, z. B. durch den Einsatz besserer Werkstoffe oder durch Geschäftsmodelle, die eine Zirkularität innerhalb einer oder mehrerer Phasen ermöglichen.
Auch wenn mit zunehmendem Bewusstsein und zukünftigen technologischen Entwicklungen die Möglichkeiten vielfältiger werden, die Nachhaltigkeit eines Produkts zu verbessern: Das Konzept des „zirkulären Denkens“ steht weiterhin im Mittelpunkt der Produktnachhaltigkeit. Der Schlüssel zur nachhaltigsten Lösung liegt in der Wahl des richtigen zirkulären Ansatzes. Das Zirkularitätskonzept von ABB bietet die Möglichkeit, den am besten geeigneten zirkulären Ansatz für ein bestehendes oder zukünftiges Produkt zu ermitteln. Letztendlich liegt es in der Verantwortung von ABB, eine zirkuläre Zukunft für seine Produkte umzusetzen, und genau das tut das Unternehmen.
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International Energy Agency: „Energy Policies of IEA Countries: Sweden 2019 Review“, S. 1-165.
Ellen MacArthur Foundation: „Towards the Circular Economy“ (2013), S. 1-98.
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Stand: 08.12.2025
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K. Hund et al.: „Minerals for Climate Action: The Mineral Intensity of the Clean Energy Transition“. The International Bank for Reconstruction and Development/The World Bank (2020), S. 1-112.