Was tun, sprach der Zerspaner Kritische Liquiditätsengpässe und trübe Zukunftsaussichten

Quelle: Close Brothers Facturing 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die meisten Metallverarbeiter kämpften in den letzten Monaten mit üblen Liquiditätsprobleme, so eine Analyse von Close Brother Factoring. Noch mehr glauben, dass es kaum besser wird ...

Rechtzeitig reagieren! Metall verarbeitende Betriebe waren in den letzten 12 Monaten verstärkt in der Bredouille, was die Liquidität angeht. Ergebnisse, die eine Umfrage von Close Brothers Factoring ans Tageslicht brachte, lassen nichts wirklich Gutes ahnen ...(Bild:  Spankurve)
Rechtzeitig reagieren! Metall verarbeitende Betriebe waren in den letzten 12 Monaten verstärkt in der Bredouille, was die Liquidität angeht. Ergebnisse, die eine Umfrage von Close Brothers Factoring ans Tageslicht brachte, lassen nichts wirklich Gutes ahnen ...
(Bild: Spankurve)

In den letzten zwölf Monaten erlebten drei von fünf Betrieben in der deutschen Metallindustrie (genau 60,5 Prozent) kritische Liquiditätsengpässe, wie eine Umfrage von Close Brothers Factoring unter 200 Unternehmen der Branche ergab. Bei über 25 Prozent waren diese Engpässe sehr kritisch. Für ein gutes weiteres Drittel (35,5 Prozent) eher kritisch. Als Hauptursache der Probleme nannten 27 Prozent hohe Einkaufspreise für Rohmaterialien und Vorprodukte, die sie jeweils nicht vollständig oder nur verzögert weitergeben konnten. Rund 20 Prozent klagen über hohe Transportkosten, 17,5 Prozent leiden an zu hohen Energiepreisen, wie dabei herauskam. Weiterhin zeigte sich, dass fast alle metallverarbeitenden Betriebe (97,5 Prozent) mit Zahlungsausfällen und -verzögerungen konfrontiert waren. Und neun Prozent erlebten sowohl Verzögerungen als auch Ausfälle. Etwa 52 Prozent „nur“ Verzögerungen, 36,5 Prozent) lediglich Ausfälle.

Das machen Metallverarbeiter bei Liquiditätsengpässen:

Als ein weiteres Ergebnis der Umfrage kristallisierte sich heraus, dass, um eine ausreichende Liquidität sicherstellen oder diese verbessern zu können, in den letzten zwölf Monaten rund 80 Prozent auf zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten oder externe Dienstleister setzten. Bei den Nutzern dieser zusätzlichen Finanzierungswege waren vor allem „Sale and lease back“-Angebote (46,2 Prozent) und Factoring (38,6 Prozent) die Mittel der Wahl. Factoring bedeutet den regelmäßigen Verkauf von Forderungen an einen Dienstleister (wie Close Brothers Factoring einer ist). So ließe sich von Banken unabhängig und zuverlässig die eigene Liquidität sichern und die Eigenkapitalquote auf einem guten Niveau halten. Als weitere Maßnahmen folgte der Verkauf von Anlagevermögen an Händler oder andere Nutzer (31,6 Prozent). Ein gutes weiteres Viertel (26,6 Prozent) entschied sich für Darlehen von Kreditinstituten. Ein knappes Fünftel (22,8 Prozent) nahm Rechtsanwälte und Inkassodienste bei Zahlungsverzögerungen in Anspruch.

Die Gründe für die meist miese Laune in der Branche:

Ebenso stellte sich heraus, dass 75 Prozent der Metallunternehmen in den nächsten zwölf Monaten eine weiterhin angespannte Liquiditätslage erwarten, wobei fast die Hälfte (48 Prozent) mit einer eher angespannten Situation und über ein Viertel (27 Prozent) mit einer sehr angespannten Situation rechnen. Nur 25 Prozent also denken, dass die Liquiditätsfrage künftig nicht sehr belastet (21,5 Prozent) oder gar nicht belastet (3,5 Prozent) sein wird. Mit Blick auf die Faktoren, welche die Liquidität in den nächsten zwölf Monaten am stärksten belasten werden, stellen hohe Einkaufspreise (37,5 Prozent) und hohe Transportkosten (34 Prozent), gefolgt von hohen Personalkosten (29,5 Prozent) und hohen Energiepreisen (28,5 Prozent) die Spitzenreiter dar. Für viele zählten aber auch abnehmende Umsätze aufgrund von Nachfragerückgängen (21,5 Prozent) oder weitere Lieferengpässe (20 Prozent) zu den Ecken des Problemfelds. Jeweils ein gutes Achtel (13,5 Prozent) erwartet dabei eine Belastung, die vor allem durch Zahlungsausfälle und Zahlungsverzögerungen kommen werden.

(ID:50648584)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung