Industrie 4.0

Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Fabrik

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Anlagen können individuell zugeschnitten werden

Außerdem stehen neben den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Mikrocomputer auf jeder Baustelle mit dem Stahlbau- und dem Elektronikzentrum auch gleich zwei Demofabriken zur Verfügung, in denen die Erfolge für den Kunden vor Ort sichtbar sind. Der Denkansatz geht sogar so weit, dass Anlagen, beispielsweise beim Schweißen, auf den jeweiligen Bediener zugeschnitten und Daten vorausschauend analysiert werden können. Dahinter steckt die Idee, das Leistungsspektrum von Maschinen aller Art zu messen und mögliche Störungen sowie den Wartungsbedarf ähnlich wie beim Auto vorauszusehen, erklärt Tobias Wolter. „Dadurch können Kunden auf Dauer immense Kosten einsparen“, ist sich der Wirtschaftsinformatiker bei Schorisch Magis sicher.

Künftig sollen auf diese Weise sogar die Daten der Antriebstechnik von Wasserschleusen und anderen technischen Einrichtungen, gesammelt und analysiert werden, um daraus Rückschlüsse auf ihre Funktionstüchtigkeit und die vorbeugende Instandhaltung zu ziehen. „Der Unternehmensgruppe kam in diesem Fall zugute, dass fundiertes Fachwissen aus dem Produktionsalltag der Stahlbauer mit hochaktuellen Technologien der Elektronikspezialisten im IoT zu modernen Konzepten zusammengeschweißt werden können“, sagt Schönharting.

Fertigungsprozesse mit ​KI-Methoden optimieren

Bei der Weidplas Germany GmbH, Hersteller von anspruchsvollen Spritzgussteilen für die Automobil- und Industrietechnik, hat man nach einem Tool gesucht, um die Prozesskette transparenter zu machen. Dabei sei man auf die Symatec GmbH gestoßen, die das auf KI basierende Dashboard Detact entwickelt hat. Mit diesem Softwaresystem sei es möglich, dass Anwender die Stabilität ihrer Prozesse deutlich steigern, schnellere Anfahrprozeduren realisieren, Ausschuss vermeiden und Zykluszeiten optimieren.

Einigen Anwender sei es mit der Software gelungen, ihre Gesamtanlageneffektivität um mehr als 10 % zu steigern. Weidplas-Geschäftsführer Jan Engelmann erklärt: „Wir haben uns für Detact entschieden, weil dieses Softwaresystem in großen Teilen automatisch und autark arbeitet, und erhoffen uns von den Detact-Apps bisher unbekannte Einblicke in unseren Prozess.“ MM

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