Kugelfräser

Kugelfräser bearbeitet Oberfläche in Polierqualität

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Schnittwerte des Kugelfräsers bewegen sich im mittleren Bereich

Heraus kam eine Lösung, die überzeugte. Bei der Finish-Bearbeitung fiel die Entscheidung für den extrem kurzen PN-beschichteten MMC Hitachi-Tool-Kugelfräser (EPHPB-2005-1-PN) mit 0,5 mm Durchmesser (Radiustoleranz ± 0,003 mm). Als wichtig für die Oberflächenqualität stellte sich heraus, dass sich die Schnittwerte im mittleren Bereich bewegen und die Maschine konstant denselben Vorschub fährt. Eine Vorschubgeschwindigkeit (vf) von 350 mm/min kristallisierte sich als optimal heraus. Jedoch sollte man darüber nicht vergessen, dass die Auswahl und Qualität des Fräswerkzeugs sowie die Definition der Bearbeitungswerte zwar extrem wichtig sind, aber nicht der allein bestimmende Faktor – für das Bearbeitungsergebnis ist das Gesamtsystem entscheidend. Also das optimale Zusammenwirken von Maschinenkinematik, Spindel, Spannmittel, Werkzeug und Frässtrategie – bei Formconsult werden die Fräsprogramme mit dem CAM-System Work-NC (Vero/Hexagon, früher Sescoi) vom 3D-CAD-Solid abgeleitet. Gefräst wurde fünfachsig mit angestellter Achse (3+2) und 36.000 min-1, einer Schnitttiefe (ap) von 0,01 mm sowie einer seitlichen Zustellung (ap) von 0,01 mm. Für die Finish-Bearbeitung eines ganzen Feldes wurden 95 min benötigt. Besonders stolz waren sowohl Formconsult wie auch MMC Hitachi Tool darauf, dass der Kugelfräser nicht etwa sieben oder acht Stunden, sondern unglaubliche 30 Stunden durchgehalten hat.

Da Vorschlichten kein Problem ist – „das kann jeder fräsen“ – ist die Herausforderung in Schmalkalden das Finish, wo es um das letzte Mikron geht, um wirklich eine saubere Fläche zu bekommen. Zumal es ein Unterschied ist, ob ein 0,5er-Kugelfräser oder zum Beispiel einer mit 2 mm Durchmesser – was bedeutend einfacher wäre – zum Einsatz kommt. Aktuell werden bei Formconsult die Facetten direkt auf Endmaß mit einem Ra von 0,1 μm gefräst. „Wichtig ist uns, dass wir hinsichtlich Prozesssicherheit und Werkzeugstandzeit ebenfalls ein kräftiges Stück vorangekommen sind. Im Vergleich zu den Politurabstufungen fällt die Oberfläche unter Seidenglanzpolitur, die wir ausschließlich durch Fräsen erreicht haben“, zieht Jürgen Vierling ein positives Fazit. „Zusammengefasst kann man sagen, durch unsere Tests, die wir gefahren haben, können wir unseren Kunden ein noch hochwertigeres Werkzeug liefern. Ohne den exzellenten Support von MMC Hitachi Tool wäre dies allerdings kaum umzusetzen gewesen.“ MM

* Ingo Bernartz ist Marketingreferent Sales & Marketing Support bei der MMC Hitachi Tool Engineering Europe GmbH in 40724 Hilden, Tel. (0 21 03) 24 82 44, ibernartz@mmc-hitachitool-eu.com

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