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Die Wellenendenausführung kann anwendungsspezifisch konfiguriert werden. Ob abgesetzt, abgesetzte Ringnut/Gewindebohrung/Schlüsselflächen, ein- oder beidseitig – dem Konstrukteur stehen nach Aussage des Unternehmens vielfältige frei kombinierbare Formen zur Verfügung, die dem jeweiligen Einsatzzweck entsprechend maßgenau angepasst werden können. Laut Anbieter finden die Anwender im Hauptkatalog zu den jeweiligen Komponenten bestimmte Optionen zur Wellenendenausführung mit Detailzeichnungen.
Kugelgewindetriebe mit besonderem Korrosionsschutz
Sind besondere Ansprüche an den Korrosionsschutz gefragt, sind laut Anbieter bestimmte Spindeltypen mit Low Temperature Black Chrome Plating verfügbar. Bei der LTBC-Beschichtungstechnik mit Schichtstärken im µm-Bereich, die nach Bearbeitung der Welle aufgebracht werden, sei die Bauteilgeometrie unverändert und die Originaleigenschaften des Materials sollen vollständig erhalten bleiben.
LTBC-beschichtete Komponenten zeichnen sich durch ein optimiertes Verhältnis von Härte zu Elastizität aus; sie sind an der Oberfläche riss- sowie in hohem Maße wechselbiegefest, so der Anbieter. Die Schicht werde durch einen Diffussionsprozess unlösbar mit der Oberfläche verbunden. Die optimierten Rostschutzeigenschaften sind über 10 Jahre gewährleistet.
Kugelgewinde-Mutterkörper haben eingearbeitete Kugelumläufe und Rückführungen
Kugelgewindemutter-Systeme ermöglichen mit im Gewindeprofil der Welle laufenden Rollkörpern die Linearbewegung entlang der Spindel. Dafür sind die Mutterkörper mit eingearbeiteten Kugelumläufen und Rückführungen ausgestattet. Sie werden der Kugelumlenkung entsprechend mit unterschiedlichen Vorteilen im Hinblick auf Bauart und Leistungsfähigkeit in unterschiedliche Arten eingeteilt:
- Mit außen am Muttergehäuse fixierter Rückführhülse beziehungsweise einem Umlenkrohrsystem (return tube method) aus Stahl sei sie die am häufigsten zum Einsatz kommende, vergleichsweise wirtschaftliche Kugelgewindetrieb-Variante. Auch aufgrund der einfachen Montage eigne sie sich für die Verwendung in Serienfertigungen und Massenproduktionen. Das Rohr bilde zusammen mit dem Kugelkanal zwischen Gewindemutter und Spindel einen geschlossenen Kreislauf für die abrollenden Kugeln.
- Die Ausführung mit Umlenkstück (guide plate method) sei die etwas kompakter bauende Version. Die Führungsplatte erfülle eine ähnliche Funktion wie das Umlenkrohr, diese Bauart der Kugelrückführung ermögliche aber etwas geringere Maße der Gewindemutter.
- Der Deflektortyp (flop over method) mit zwei kürzeren Kugelreihen ist nach Aussage des Anbieters die kompakteste Mutterart. Dabei rollen die Kugeln über die Laufrille der Spindel ab und werden über eine im Mutterzylinder integrierte Deflektorumlenkung zurückgeführt.
- Die Endkappenumlenkung ist für schnell laufende Muttern mit großer Steigung in Anwendungen mit höheren Drehzahlen am gebräuchlichsten. Über die Laufrille der Spindel rollen die Kugeln ab, bis sie durch Bohrungen in den Endkappen in ihre ursprüngliche Position zurück- und der Laufrille erneut zugeführt werden.
Zur technischen Beratung zu den jeweiligen Komponenten unterhält Misumi für bestimmte Anwendungsbereiche eine eigene Abteilung.
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