Robotik

Kuka setzt bei Robotern auf Effizienz und Nachhaltigkeit

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Produktions- und Stillstandszeiten im Fokus

Doch allein die Konzentration auf den Energieverbrauch in Arbeit ist bei weitem nicht ausreichend. Warum zeigt eine Analyse von Bewegungs- und Stillstandzeiten der Roboter im Karosseriebau: Nur zu 26 Prozent der Zeit ist der Roboter in Bewegung, die restliche Zeit steht er. Was diese Erkenntnisse für die Optimierungsbestrebungen der Energieeffizienz bedeuten, bringt Peter Klüger auf den Punkt: „Weil sich der Roboter zu 74 Prozent der Zeit in Warte- oder Stillstandspositionen befindet, dürfen wir den Fokus für den energieeffizienten Betrieb natürlich nicht nur auf die Produktivbewegung richten, sondern müssen gezielt die Einsparpotenziale in den nicht produktiven Phasen erschließen.“

Durch ein konsequentes Energiemanagement ist es Kuka gelungen, eine beachtliche Minimierung der Energieaufnahme in den Stillstandszeiten zu erreichen. In den unterschiedlich definierten Standby-Modi liegen die Einsparungen zwischen 15 und 80 Prozent. Die erzielten Energieeinsparungen beruhen unter anderem auf Profienergy, einem Feature, das Funktionen und Mechanismen für Profinet zur Verfügung stellt, die eine energieeffiziente Produktion ermöglichen sollen. Unglaublich, aber wahr: Die neue Robotersteuerung verbraucht je nach Standby-Betriebszustand nur zwischen 30 und 200 Watt.

Reduzierter Energieverbrauch

In Summe erzielt Kuka mit der Robotergeneration KR Quantec und der KR C4 eine Gesamt-Energieeinsparung beim durchschnittlichen Robotereinsatz im Karosseriebau von 36 Prozent im Vergleich zur Vorgängerbaureihe. Bei einem Robotereinsatz im Drei-Schicht-Betrieb an fünf Tagen in der Woche und zwei Tagen Wochenendabschaltung resultiert daraus ein Einsparvolumen von rund 2500 kWh pro Jahr und Roboter. Das entspricht in etwa dem Jahresenergieverbrauch eines energiebewussten Zwei-Personen-Haushaltes.

Beim Einsatz eines KR-Quantec-Roboters im Karosseriebau lässt sich der Ausstoß von CO2 pro Roboter um über 1400 Kilogramm jährlich reduzieren. Auch für den Anlagenbetreiber rechnet sich die nachhaltige Produktion. Pro Roboter spart er über 250 Euro an Energiekosten im Jahr. Bei mehreren Tausend Robotern kann sich das Einsparpotenzial über die Lebensdauer der Roboter hinweg auf einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag summieren.

Nachhaltigkeit wird großgeschrieben

Die Lebensdauer der Roboter ist es denn auch, die zu einer beispielhaften Positionierung in puncto Nachhaltigkeit führt. Der Begriff steht im ursprünglichen Wortsinn für Objekte, die „nach“ ihrer Produktion noch lange „halten“. Genau das trifft auf Kuka-Maschinen in besonderem Masse zu: Selbst unter härtesten Einsatzbedingungen attestieren Anwender in aller Welt den Robotern aus Augsburg eine überdurchschnittliche Lebensdauer.

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