Robotik

Kuka weist Anschuldigungen von Grenzebach zurück

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Wechsel des Führungspersonals bei Kuka Roboter

Der Vorstand hat sich am 4. Februar 2009 von den Mitgliedern der Geschäftsführung der Kuka Roboter GmbH Bernd Liepert (Vorsitzender) und Martin Sträb getrennt. Als Grund werden Compliance-Verstößen angeführt, wobei die Staatsanwaltschaft Augsburg bereits in dieser Angelegenheit ermittele. Der Weggang des kaufmännischen Geschäftsführers Stephan Schulak sei eine Eigenkündigung gewesen. Diese Position wurde intern besetzt. Gleichzeitig habe der Vorstand die Position des Vorsitzenden der Geschäftsführung zum 1. September 2009 neu besetzt.

Probleme mit dem Aufsichtsrat und Zusammenarbeit mit Grenzebach

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Kuka AG am 29. April 2009 sind zwei Vertreter der Grenzebach Maschinenbau GmbH neu in den Aufsichtsrat gewählt worden. Aufsichtsrat und Vorstand wurden auf dieser Hauptversammlung mit jeweils mehr als 99%, so Kuka. In den Aufsichtsratssitzungen habe es im laufenden Jahr keine Beschwerden über die Amtsführung des Vorsitzenden des Aufsichtsrates gegeben.

In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 20. Juli 2009 sei dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats durch die Mitglieder des Gremiums einstimmig und uneingeschränkt das Vertrauen ausgesprochen worden. In beiden Abstimmungen hätten die Grenzebach GmbH dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und den Vorständen aktiv ihre Zustimmung gegeben, weshalb der kurze Zeitraum zwischen der Erteilung des Vertrauens am 20. Juli 2009 und dem Antrag auf Einberufung der außerordentlichen Hauptversammlung am 12. August 2009 „erstaune“.

Vertrauensentzug wird als ungerechtfertigt angesehen

Aufsichtsratsvorsitzender und der Vorstand fänden es befremdlich, dass ein Investor mit weniger als 30% in derartig massiver Form die Kontrolle über einen Konzern beanspruche, ohne den anderen Aktionären ein Übernahmeangebot zu machen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstand sehen den Vertrauensentzug aus den dargelegten Gründen als nicht gerechtfertigt an. Sie strebten vielmehr weiterhin eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Grenzebach Maschinenbau GmbH zum Wohle des Unternehmens – gemeint ist Kuka – an.

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