Kunststoffe Kunststoff-Segment von BASF soll profitabler und schneller als der Markt wachsen

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Ein konjunkturrobustes Portfolio, eine intensive Forschung sowie Investitionen, insbesondere in Asien, sollen das Kunststoff-Segment von BASF weiter profitabel und schneller als der Markt wachsen lassen. Das erklärte Dr. Martin Brudermüller, der im BASF-Vorstand für Kunststoffe und die Region Asien und pazifischer Raum zuständig ist, auf einer BASF-Auftaktveranstaltung zur Messe K 2010.

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„Im Jahr 2010 wollen wir den Umsatz des Kunststoff-Segments steigern und eine deutliche Ergebnisverbesserung erzielen“, berichtete Brudermüller. Bereits in den vergangenen Jahren hatte BASF gezielt Überkapazitäten bei Standardkunststoffen abgebaut.

BASF setzt bei Kunststoff auf Spezialitäten

Im Gegenzug wurde das Geschäft mit Spezialitäten – also mit maßgeschneiderten Kunststoffen für spezielle Anwendungen – erweitert. Die Konsequenz für Brudermüller ist: „Wir trennen uns von Standorten und Aktivitäten, die nicht mehr wettbewerbsfähig sind oder die langfristig unsere Renditeerwartungen nicht erfüllen können.“

Im Gegenzug findet bei Spezialkunststoffen eine Kapazitätserweiterung statt, zum Beispiel für bioabbaubare Kunststoffe in Ludwigshafen. Außerdem wird eine Anlage für das mikrozellige Spezialelastomer Cellasto in Shanghai gebaut. Werkstoffbasis des Elastomers Cellasto ist Polyurethan. Daraus werden Zusatzfedern im Automobilbereich hergestellt.

Hat der Kunststoffbereich von BASF im Jahr 2006 noch ungefähr 40% des Umsatzes mit branchen- und kundenspezifischen Produkten (Spezialitäten) erzielt, liegt dieser Anteil heute bei mehr als 50%. Auf diese Entwicklung stellt sich der BASF-Kunststoffbereich laut Brudermüller künftig noch besser ein: „Wir wollen auch künftig profitabel sein und schneller als der Markt wachsen.“ Dabei spiele die Innovationsleistung und die Expertise von BASF eine zentrale Rolle. Das sei wichtig, gerade bei gemeinsamen Projekten mit Kunden.

Weltweit steigender Kunststoffbedarf durch Megatrends

Laut BASF wird der Kunststoffmarkt weltweit weiter wachsen. Als Grund dafür hat Brudermüller Megatrends ausgemacht. Dazu gehören eine zunehmende Verstädterung, ein steigender Energiebedarf, Globalisierung und Klimaschutz.

Diese Entwicklung sei mit technischen Themen verknüpft, bei denen Kunststoffe eine immer wichtigere Rolle spielten – beispielsweise beim Energieeffizienz, Bauen und Wohnen. „Kunststoffe sind heute bei der Bewältigung wichtiger Zukunftsfragen nicht mehr wegzudenken“, betonte Brudermüller. „Und das bedeutet neue Geschäftschancen für BASF.“

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