Anbieter zum Thema
Zuwachs bei der Polyphtalamid-Familie (PPA)
Neben den herkömmlichen PPA-Compounds auf Basis PA 6T erweitert Akro-Plastic sein Portfolio mit dem neuen Akromid T9. Diese Compounds auf Basis des Homopolymers PA 9T zeichnen sich besonders durch eine geringere Wasseraufnahme und dadurch konstantere mechanische Performance aus. PPAs werden vornehmlich dort eingesetzt, wo gesteigerte Anforderungen an Festigkeit und Steifigkeit bei erhöhten Temperaturen gefordert werden. Das wird durch eine höhere Glasübergangstemperatur (Tg) des Polymers erreicht, welche oft bei 125 – 135 °C liegen kann. Bei den vornehmlich eingesetzten PA 6T-Copolymeren sinkt der Tg jedoch mit der Wasseraufnahme unter 100 °C, gleichauf mit der mechanischen Belastbarkeit. Dadurch, dass Akromid T9 weniger als die Hälfte Feuchtigkeit aufnimmt, bleibt der hohe Tg und damit die hohe Mechanik bei hohen Temperaturen und Feuchte erhalten. Erste Tests im direkten Vergleich zeigen überdies eine bessere Fließfähigkeit sowie ein schnelleres Kristallisationsverhalten, was die sehr aufwendige Fertigung von PPA-Compounds erleichtern wird. Überdies bietet das 50 % glasfaserverstärkte Compound einen kleinen, aber feinen Dichtevorteil von 6 %. Der Schmelzpunkt von Akromid T9 liegt bei 300 °C und damit etwas niedriger als bei vergleichbaren PA 6T-Typen. Dadurch ergeben sich Vorteile beim Verarbeitungsprozessfenster sowie den möglichen Materialmodifizierungen. Flammschutztypen als auch schlagzähmodifizierte Compounds sind dadurch robuster einzustellen und zu verarbeiten.
Hybride Kunststoff-Metall-Verbunde
Eine wirtschaftliche Lösung für den Leichtbau bei gleichzeitig hoher Funktionsintegration ist eine Verbindung von Kunststoff und Metall. Hierbei ist auch die Mediendichtheit ein notwendiges Kriterium für die Qualität der Verbindung. Durch die Kombination einer aufgetragenen Plasmaschicht und der gezielten Modifikation des Kunststoffs werden optimale Hybridbauteile generiert.
Um das Potential von Kunststoff-Metall-Hybridverbindungen voll ausschöpfen zu können, sind die Akro-Plastic GmbH und die Plasmatreat GmbH eine Kooperation eingegangen, die das Ziel verfolgt, eine stoffschlüssige Anbindung zwischen Kunststoff und Metall in einem geschlossenen Prozess zu realisieren.
Ein innovatives Projekt, welches gemeinsam mit der K.A. Schmersal GmbH & Co. KG, Wuppertal entwickelt wurde, wird auf der K 2019 vorgestellt. Die Schmersal Unternehmensgruppe ist führend als System- und Lösungsanbieter im Bereich von Sicherheitsschaltgeräten für den Personen- und Maschinenschutz.
So gelingt die Polyamid-Substitution
Polyamid 6.6-Compounds sind aufgrund der seit Jahren andauernden Rohstoffknappheit im Markt nur begrenzt verfügbar und die Preise sind konstant gestiegen. Daher hat es sich der Compoundeur zur Aufgabe gemacht, als attraktive Alternative ein PA 6 so zu modifizieren, dass es vergleichbare Eigenschaften zu einem PA 6.6 erreicht.
Von Seiten der Kunden sind in den letzten Monaten zahlreiche spezifische Testanforderungen an das Unternehmen herangetragen worden, die mit Bravour bestanden wurden und hier vorgestellt werden.
Hochverstärkte Compounds leisten mehr
DieAkro-Plastic hat sich mit ihrer hauseigenen Maschinentechnologie auf die Fertigung von hochverstärkten technischen Kunststoffen spezialisiert. Der Fokus liegt bei diesen Produkten auf dem Erreichen hoher mechanischer Leistungsfähigkeit und Reproduzierbarkeit. Die schonende Verarbeitung ermöglicht weniger Glasfaser- oder Kohlefaserbruch bei der Compoundierung und dadurch leicht erhöhte mechanische Festigkeiten und Schlagzähigkeiten im Vergleich zu marktüblichen Produkten. Die weltweit eingesetzte und bewährte ICX®- Technology mit identischen Maschinen und Prozessabläufen sichert global gleiche Produktqualität und -konstanz, egal auf welchem Kontinent gefertigt wird. Gerade bei hochverstärkten Kunststoffen in anspruchsvollen Anwendungen bieten diese Eigenschaften sowohl dem Konstrukteur als auch dem Teileverantwortlichen Vorteile, um seine versprochene Funktionalität sicher, wettbewerbsfähig und nachhaltig zu erreichen.
Basierend auf der Strategie hochfester Compounds hat dieAkro-Plastic GmbH gemeinsam mit der Feddem GmbH & Co. KG die bewährte Technologie auf die Compoundierung langfaserverstärkter Compounds erweitert. Die so erzeugten Compounds zeigen dabei Faktor 2 bis 3 höhere Zähigkeiten als kurzfaserverstärkte Compounds bei verbesserter Alterungsbeständigkeit und Kriecheigenschaft. Besonders hervorzuheben ist dabei das Akromid B28 LGF 40 1 L. Ein chemisch gekoppeltes Blend aus PA 6 und PP, welches deutlich besser fließt als ein reines PA 6 mit 40 % Glasfaserverstärkung und die konditionierten Festigkeiten höher liegen als ein 50 % verstärktes PA 6. Der Vorteil für die Anwendung liegt bei einem Gewichtsvorteil von rund 15 %.
Auch bei den PA 6.6 / PA 6I/6T-Blends ergeben sich signifikante Vorteile beim Einsatz der Langfaser-Technologie. So besitzt Akroloy PA LGF 50 natur (5504) mit 290 MPa nicht nur eine rund 10 % höhere Festigkeit (im Vergleich zur Kurzfaser), sondern auch nach 5000 h Wärmealterung bei 150°C mit 200 MPa Top Werte in dieser Klasse. Die konditionierten Werte liegen mit 265 MPa nur knapp unter den trockenen Werten und bilden einen Benchmark in der Klasse. Die Energieaufnahme im Durchstoßversuch (Puncture impact behaviour (ISO 6603)) verdreifacht sich verglichen mit der Kurzfaser-Variante und macht Akroloy PA LGF-Typen besonders interessant für die Substitution von Metallguss-Konstruktionen.
(ID:46044157)