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Kunststoffmaschinenbauer setzen auf Funktionsintegration

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Mehrere Prozessschritte in einem

Prof. Dr.-Ing. Georg Steinbichler, Vorstand des Instituts für Polymer-Spritzgießtechnik und Prozessautomatisierung an der Johannes-Kepler-Universität in Linz und Leiter Forschung und Entwicklung Technologien bei Engel Austria, denkt bei Nachhaltigkeit auch an Voraussetzungen zum einfacheren Recyceln von Kunststoffteilen: „Eine Lösung sind Einstoffsysteme, also Teile deren Außenhaut, Träger und andere funktionelle Komponenten aus einem Material sind.“

Steinbichler kennt auch ein Verfahren, bei dem man für eine Automobilinnenverkleidung Bauteile, die sonst drei oder gar fünf Prozessschritte in riesigen Produktionshallen benötigen, in einer einzigen, kompakten Produktionszelle zusammenfassen konnte. Steinbichler ergänzt: „Bei anderen Entwicklungen geht es uns darum, kapazitive Sensorik über Folienhinterspritz-Technik in Spritzgussteile zu integrieren und damit neuartige Bedienfunktionen durch Berühren und Ertasten von Formen zu schaffen.“

Engel macht Plagiatoren das Leben schwer

Die Komplexität von Bauteil und Produktion nimmt aber gleichermaßen zu. Die Funktionsintegration erfordert es seiner Meinung nach, dass auch die Mitarbeiter entscheidend mehr wissen müssen als früher. Bessere Ausbildung und effiziente Schulungen gelten dabei als wesentlicher Erfolgsfaktor, um einen Wettbewerbsvorsprung in Europa gegenüber asiatischen Anbietern zu halten. Hinzu komme, dass solch komplexe Prozesse mit hoher Funktionsintegration, gepaart mit dem Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter, nicht so einfach nachzuahmen seien.

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