Erodieren Kupferbasierte Werkstoffe effizient mit Graphit senkerodieren
Bereits 2007 konnte mit einer neuen Generatortechnik die Abtragsleistung beim Senkerodieren nahezu verdoppelt und der Elektrodenverschleiß fast eliminiert werden. Eine neue Technologie kann nun auch kupferbasierte Werkstoffe mit Graphitelektroden effizienter bearbeiten.
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Bei der Funkenerosion liefert der Maschinenhersteller, anders als beispielsweise beim Fräsen, neben der Maschine auch die dazugehörige Bearbeitungstechnologie. Weiterentwicklungen, zum Beispiel am Generator, machen es deshalb erforderlich, die gesamte Bearbeitungstechnologie wieder zu überprüfen.
Senkerodieren je nach Material mit sehr unterschiedlichen Anforderungen
Bei der Vielzahl der unterschiedlichen Kombinationen von Werkstück und Elektrodenmaterial ist das eine sehr langwierige Arbeit. Deshalb gibt es nach wie vor im Senkerodierbereich keinen Hersteller, der geschlossene Technologien für alle Materialien anbietet.
Weil sich, gefördert durch neue Entwicklungen wie die Eagle-Generatortechnologie, der Einsatz von Graphit immer weiter durchsetzt, haben viele Werkzeugbauer ihre Elektrodenfertigung auf Graphit umgestellt. Kommen dann neue Werkstoffe für Formeinsätze in Gebrauch, möchte man trotzdem auf die einfache und kostengünstige Herstellung von Graphitelektroden nicht verzichten. Dies stellt die Maschinenhersteller vor die Aufgabe, Bearbeitungstechnologien für Werkstoffe mit Graphitelektroden anzubieten, die dafür zunächst nicht geeignet erscheinen.
Kupferlegierungen für Kühlung an kritischen Stellen
Durch die immer weitere Reduzierung der Schusszeiten der Werkzeuge sind an für die Kühlung kritischen Stellen in zunehmendem Maße auf Kupfer basierende Legierungen auf dem Vormarsch, die unter der Bezeichnung Moldmax oder Ampcoloy in verschiedenen Ausführungen angeboten werden (Bilder 1 bis 3 – siehe Bildergalerie). Sie weisen zwar eine deutlich bessere Wärmeleitung als Stahl auf, haben aber eine geringere Festigkeit.
Man nimmt also auf Grund der möglichen Verkürzung der Schusszeiten in Kauf, dass die Einsätze schneller verschleißen und öfter gewechselt werden müssen. Das hat die Hersteller dieser Werkstoffe bewogen, durch weitere Legierungselemente auch die Festigkeit dieser Legierungen deutlich zu steigern.
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