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Sprintbox verzeichnete in den zurückliegenden Jahren einen Boom, denn die Mehrwegbehälter sind auf dem Vormarsch und die Nachfrage nach dem Behältermanagement, einem Rundumsorglospaket, das Sprintbox ebenfalls anbietet, nimmt kontinuierlich zu.
Trockene und saubere Behälter sind den Kunden wichtig
„Wichtig für unsere Kunden sind trockene Behälter“, unterstreicht Heiko Raab von Sprintbox. Das bedeutet, nach dem Waschen müssen die Ladungsträger auch getrocknet, sozusagen geföhnt werden. Waschen, trocknen und legen – wie beim Friseur um die Ecke. Der Kunde ist König. Die Fachleute unterscheiden bei der Behälterwäsche drei Arten:
- Die Handwäsche: Sie ist teuer und aufwendig und nur bei geringen Stückzahlen wirklich rentabel. Doch manchmal muss ein Behälter auch von Hand geschrubbt werden.
- Auch bei der Kammerwaschanlage sind die Stückzahlen nicht gigantisch. 30.000 bis 60.000 Euro kostet so eine Anlage und ist vergleichbar mit den Großküchenreinigungsmaschinen. Haube zu und schon startet der Waschgang.
- Die gängigste Waschmethode ist die Durchlaufreinigungsanlage mit eingebauter Fördertechnik, auf der die Behälter durch die Maschinen transportiert werden. Bis zu 30 m lang sind diese riesigen Waschanlagen, die auch Sprintbox einsetzt. Kostenpunkt 250.000 bis 300.000 Euro. Dafür reinigt die Durchlaufanlage 400 bis 600 Behälter pro Stunde und besitzt mehrere Waschprogramme.
Doch nicht nur in der Behältereinigung werden automatische Waschanlagen mittlerweile eingesetzt. Auch Kunststoffpaletten müssen regelmäßig auf Hochglanz gebracht werden. Walter Ahn kennt sich damit aus. Er ist Geschäftsführer von Wastopac, einem Dienstleister rund um die Kunststoffpalette. Ahn ist ein Verpackungsexperte und arbeitete bis 2010 für DS Smith. 2011 gründete er sein Unternehmen. Seine griffige These: „Die Palettenreinigung ist vergleichbar mit der Autowäsche.“
Eigene Logistikprozesse für die Waschung der Paletten
Aus seiner Sicht ist eine manuelle Reinigung von Paletten grundsätzlich möglich, birgt aber Risiken, denn die Trocknung ist schwieriger, es besteht keine Oberflächenkontrolle, keine Prozesssicherheit und die Waschung wird oft in Kundenaudits bemängelt. Deshalb setzt er auch auf die Technik. Kammer- oder Tunnelanlagen für ein sauberes Ergebnis. Die Größe der Anlage sowie deren Kapazität wird bestimmt durch die Palettenform, den Wasserdruck, die Wassertemperatur, die Verweildauer, die Chemie und den Trockungsgrad.
Doch Paletten optimieren nicht nur die Logistikprozesse, bei ihrer Säuberung erfordern diese eigene Logistikkonzepte. Ein Lkw transportiert die verschmutzten Ladungsträger zum Dienstleister, nach einer Eingangskontrolle werden die Paletten nach Typ und Güte sortiert und die guten maschinell gereinigt. Danach findet eine Sicht- und Qualitätskontrolle statt. Auf Wunsch verpacken Walter Ahn und sein Team auch die sauberen Paletten – fast wie in einer Reinigung, wenn man seine frisch gebügelten Hemden abholt.
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