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Reinigungstechnik

Ladungsträger richtig reinigen

| Autor / Redakteur: Robert Weber / Robert Weber

Gigant der Waschanlagen: Eine Durchlaufreinigungsanlage kann bis zu 30 m lang sein und pro Stunde 400 bis 600 Behälter säubern.
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Gigant der Waschanlagen: Eine Durchlaufreinigungsanlage kann bis zu 30 m lang sein und pro Stunde 400 bis 600 Behälter säubern. (Bild: Sprintbox)

Die Palettenreinigung ist wie die Autowäsche an der Tanke – flapsig formuliert. Doch was muss der Logistiker bei der Reinigung von Paletten und Behältern beachten und welche Reinigungsmöglichkeiten gibt es am Markt? Anwender, Hersteller und Servicedienstleister beziehen Stellung.

Über Sauberkeit wurde in den zurückliegenden Wochen viel in der Öffentlichkeit diskutiert. Meistens ging es dabei um Hygiene in der Produktion und bei Maschinen. Doch auch Ladungsträger können Keim- und Bakterienträger sein oder hochwertige Produkte verschmutzen und beschädigen. Deshalb müssen Paletten und Behälter auch mal einshampooniert und abgeduscht werden.

Das kann schlecht im eigenen Unternehmen geschehen und deshalb tummeln sich zahlreiche Dienstleister im Behälterreinigungsmarkt und bieten ihre Services an. Doch wer kann eigentlich was und wie wird eine Palette oder ein Behälter überhaupt gesäubert? Und aus der heimischen Küche wissen wir: Nicht jede Butterbrotdose für die Kinder ist spülmaschinengeeignet. Das gilt auch für die Industrie.

Nicht jeder Behälter verträgt ein Waschmittel

„Die Behälterreinigung muss das Grundmaterial der Behälter und Werkstückträger berücksichtigen“, erklärt Dr. Udo Schwabe vom Behälterbauer Utz aus Schüttorf in Niedersachsen. Waschmittel und Reinigungstemperatur haben entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis, heißt es bei den Behälterbauern. Utz selber wäscht keine Behälter, dafür hat das Unternehmen eine Tochter in der Schweiz.

Pooltech wäscht zu 90% für die Schweizer Post. „Wettbewerber von uns waschen meiner Kenntnis nach auch nicht“, erklärt Schwabe. Kein Wunder, denn für das Waschen der Boxen und Paletten gibt es spezielle Dienstleister, die über die Republik verstreut sind. Es sind vor allem viele kleine Unternehmen, die regional ihre Behälterlösungen anbieten. Große sind im dem Geschäftsfeld eher selten.

Die Industrie lässt ihre Behälter in Franken waschen

Einer davon sitzt in Franken. Der Dienstleister Sprintbox aus Grettstadt gehört zu den größten Serviceanbietern rund um saubere Behälter und die Logistik im Hintergrund. Die Referenzen des Unternehmens lesen sich wie ein Who is who der deutschen Industrie: Siemens, Rexroth Bosch Group, Claas, Brose, ZF und Südzucker sind nur einige prominente Kunden.

Der Kundenstamm verdeutlicht: In jeder Industriesparte braucht es saubere Behälter – im Maschinenbau genauso wie in der Pharma- und Lebensmittelindustrie. Trotzdem stellen die Kunden unterschiedliche Anforderungen an die fränkischen Wasch- und Behälterexperten. Deshalb ist auch die Kalkulation eines Preises manchmal schwierig, denn er ist immer von den Anforderungen des Kunden und dem Verschmutzungsgrad abhängig.

Ergänzendes zum Thema
 
Edeka sagt roten Fleischkästen adieu

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