Renishaw Laser-Schmelzanlagen verarbeiten auch reaktive Werkstoffe

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Das zukunftsweisende Schichtaufbauverfahren SLM (Selektive Laser-Schmelzanlage) dient dazu, sehr dichte Metallteile mittels Hochleistungslaser direkt aus dem 3D-CAD-Datensatz herzustellen. Die Teile werden aus feinen metallischen Pulvern hergestellt, die in einer streng kontrollierten Umgebung Schicht um Schicht in Stärken von 20 bis 100 µm vollständig geschmolzen werden, wie Renishaw auf der Euromold 2011 zeigt.

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Als wichtige Neuerungen der Maschinen im Vergleich zu ihren Vorgängern nennt der Hersteller eine variable Metallpulverdosierung, einen sauerstoffarmen Konstruktionsraum und ein unvergleichlich sicheres Filterwechselsystem, durch das der Bedienerkontakt mit Werkstoffen auf das Mindestmaß beschränkt wird.

Bedienerfreundliche Maschinen zum selektiven Laserschmelzen

Die Baureihe umfasst die SLM-250 und 125, die sich beide durch die Vakuumtechnologie und einen geringen Gasverbrauch auszeichnen sollen. Die Maschinen wurden für einen bedienerfreundlichen Einsatz in der Fertigungsumgebung entwickelt und verfügen über einen Touchscreen sowie verschiedene Menüoptionen zur Maschinenvorbereitung und abschließenden Reinigung.

Herstellerangaben zufolge wurden die Kosten für Verbrauchsmaterialien durch entsprechende Konstruktionsmerkmale und Funktionen auf ein Mindestmaß gesenkt. Beispielsweise könne die weiche Auftragwalze mehrere Male gedreht werden, bevor sie ausgetauscht werden muss.

Laserschmelzen auch mit Aluminium oder Titan möglich

Die neue Baureihe überzeugt durch den schnellen Werkzeugwechsel an der SLM-125 über das kassettenähnliche Materialabgabesystem und durch das abnehmbare Magazin auf der SLM-250, was sich bei Materialentwicklungen oder bei dem Einsatz von verschiedenen Materialien lohnen soll. Die Möglichkeit, auch reaktive Werkstoffe wie Titan und Aluminium sicher zu verarbeiten, gehöre zum Standard der Maschinen. Insbesondere die Gasschneide, die Rußpartikel beseitigt, und die beheizte Konstruktionsplattform sind beides Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verarbeitung dieser beiden Werkstoffe, die die Baureihe erfüllen soll.

Weiter nennt der Hersteller, dass beide Maschinen über eine voll verschweißte Vakuumkammer verfügen, die eine Niederdruckentladung und anschließende Ladung mit hochreinem Argon ermöglichen soll. Der Gasverbrauch sei nach der ersten Flutung der Kammer extrem niedrig und gestatte den Betrieb mit Sauerstoffkonzentrationen unter 50 ppm. Die Vorbereitung der erforderlichen Dateien soll offline erfolgen. Nach ihrer Fertigung wird die Konstruktionsdatei über eine sichere Netzwerkverbindung oder Direktanschluss auf die Maschine geladen.

Renishaw auf der Euromold 2011: Halle 11.0, Stand E118

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