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Eine extrem leistungsfähige Elektronik, von Blum-Novotest „NT-Technologie“ genannt, ermöglicht so schnelle Messungen, dass bei einem mit Nenndrehzahl laufenden Werkzeug jede Schneide einzeln auf Bruch kontrolliert werden kann. Auch winzige Schneidenausbrüche und Verschleiß lassen sich damit erkennen.
Die intelligente Elektronik ist neben dem Verschlusssystem der Grund dafür, warum die Systeme in der Maschine auch trotz Kühlmittel zuverlässig arbeiten. Dank Plausibilitätsprüfungen und der ziehenden Messung aus dem Laserstrahl hat fallendes oder abgeschleudertes Kühlmittel keinen Einfluss auf die Messung. W Präzisionstechnik hat auf allen Bearbeitungszentren Blum-Messsysteme des Typs Micro Compact NT oder Nano NT, die sich im Abstand von Sender und Empfänger unterscheiden und damit teils auch größere Werkzeuge ausmessen können.
Lasermessgerät zur Bruchkontrolle an der Werkzeugspindel
Auch die Werkzeugbruchkontrolle ist ein wichtiges Einsatzgebiet für die Messsysteme von Blum. Zwischen zwei Bearbeitungen, beispielsweise dem Bohren zweier Löcher, fährt die Werkzeugspindel kurz zum Lasermessgerät und überprüft, ob der Bohrer noch vorhanden ist. 100-µm-Bohrer können bei 30.000 min–1 alleine schon durch eine kleine Resonanz, die zum Beispiel wegen einer 2-µm-Unwucht entsteht, abbrechen – das zeigt, wie wichtig eine Bruchkontrolle ist.
Ein „Totalabräumer“ liegt vor, wenn beispielsweise der Bohrer, der ein Loch vorbohren sollte, nicht mehr vorhanden ist. Dann brechen nämlich im ungünstigsten Fall auch alle Folgewerkzeuge. Die Kosten eines „Totalabräumers“ – aber auch eines einzelnen gebrochenen Werkzeugs – sind nicht zu vernachlässigen: Ein einzelnes dieser hochempfindlichen Werkzeuge kann zwischen 25 und 180, teils aber auch 250 Euro kosten (Bild 1).
Zudem gefährden die bei der Kollision mit dem Werkstück entstehenden Kräfte auch die Genauigkeit der Spindel, was weitere hohe Kosten nach sich ziehen kann. Nicht zu vergessen sind die Kosten des Rohlings, die je nach verwendetem Material ebenfalls sehr hoch sein können.
Lasermesssysteme sollten direkt neben dem Werkstückhalter montiert sein
Wichtig ist, dass die Lasermesssysteme direkt im Arbeitsraum montiert sind, idealerweise sogar direkt neben dem Werkstückhalter: So werden alle Einflüsse, beispielsweise die temperaturbedingte Ausdehnung der Maschine, mitgemessen und berücksichtigt (Bild 2). Auch die Wärmeausdehnung der Spindel und der Werkzeugaufnahme sowie die drehzahlbedingte Verlagerung der Spindel werden kompensiert. Dies ist unverzichtbar, wenn Genauigkeiten im einstelligen Mikrometerbereich gefordert sind.
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