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Prozessstabile Prepreg-Positionierung
Der wirtschaftliche Nutzen ist nicht zu übersehen, denn mehr als die Hälfte der bisherigen Arbeitszeit konnte durch die neue Laserprojektion gespart werden. Im typischen Workflow bei der CFK-Teil-Herstellung sichert man durch die deutlich verbesserte Positioniergenauigkeit der Bauteile auch deren stabile Qualität, weil die Fehlerquelle Mensch besser dabei unterstützt wird, die geforderte Präzision beim Einlegen der Prepregs zu erreichen. Spätere Nachbesserungen an defekten CFK-Teilen, die beispielsweise durch ein falsches Einlegen von Einsätzen, Kernen oder Verstärkungen entstanden sind, kann LA Composite nun beinahe ausschließen. Das hat der Wirtschaftlichkeit der Produktion einen deutlichen Schub gegeben.
Ein zusätzliches Feature, das die Möglichkeiten des Composite PRO bereithält, ist die Maßarbeit nach Designvorlage, um schneller und genauer produzieren zu können. Die LAP-Projektoren helfen den Mitarbeitern dabei, die einzelnen CFK-Lagen der Teile exakt nach den Konstruktionsvorgaben zu platzieren, denn mittlerweile sind die Geometrien der Komponenten, die LA Composite für den Aerospacebereich fertigt so komplex, dass die Produktion ohne lasergestützte Projektion beinahe unmöglich oder nur unter großem Zeitaufwand und hohem Ausschuss machbar wäre. Ein Umstand, der auch die Motivation der Mitarbeiter zu stärken hilft, da die gewonnene Zeit sinnvoller eingesetzt werden kann.
Das Lasersystem lässt sich einfach in die Prozesskette integrieren
Durch eine unkomplizierte Implementierung des Laserprojektors möglichst rasch Zeit und Kosten in der Produktion zu sparen, war für die LA-Composite-Entscheider ein weiteres Ziel, um die Produktivität in der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken: Zunächst wird mittels der Konstruktionssoftware Solidworks ein 3D-CAD-Modell mit den gewünschten Konturen erstellt. Anschließend werden die Daten exportiert, um die Projektionsmuster aus Solidworks in die Composite-PRO-Software von LAP zu übertragen, welche die Informationen direkt an die Projektoren weitergibt. Die Projektionen zeigen dem Anwender dann die genaue Position und Form der einzelnen CFK-Schichten, Einlegeteile und Sandwichkerne in seiner Fertigung an. Das umständliche und sehr zeitaufwendige manuelle Einmessen mit unhandlichen Schablonen konnte so für alle Zeiten eliminiert werden. So wurde das Ziel erreicht, Zeit während der Produktion und damit erhebliche Kosten zu sparen. Die Integration von Composite PRO in die bestehenden Fertigungsabläufe gelang dabei denkbar einfach: nach der Installation der Projektoren konnte man prinzipiell sofort mit der Arbeit beginnen.
Außer der Reduzierung der Fehlerquote attestieren die Ingenieure bei LA Composite den LAP-Projektoren auch eine Erhöhung der Genauigkeit bei der Positionierung von Einsätzen und Kernen für die Herstellung funktioneller CFK-Teile. Problematisch war die genaue Positionierung von Objekten bei sehr komplexen Geometrien der Bauteile gewesen. Vor der Arbeit mit Composite PRO musste LA Composite großen Toleranzen vorsehen und dementsprechend mit größeren Einsätzen rechnen, deren Position nicht immer so exakt einzuhalten war, wie es laut Entwicklervorgaben geplant war. Folglich gab es auch aus diesem Step viel mehr Ausschuss, eine schlechtere Produktqualität und die Freiheit der Kunstruktion war auf weniger aufwendige Bauteile beschränkt. Der Laserprojektor lässt es jetzt zu, endlich kleinere Einsätze zu verwenden; erst dadurch werden moderne, hochkomplexe Formen erst umsetzbar.
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