Direktantrieb

Laserschneidmaschine so einfach wie ein Bürodrucker

Seite: 4/4

Anbieter zum Thema

Direktantriebe bieten weitere Vorteile

Protecks jüngste Laserschneidmaschine, die SI 2530, wurde auf der Grundlage einer Drei-Achsen-Flachbettmaschine in Gantrybauweise entwickelt. Aufgrund seiner komplexen Bewegungsabläufe und seiner fliegenden Optik ermöglicht dieses robuste Sieben-Achsen-Bearbeitungszentrum das Laserschneiden von vertikalen und winkligen Bereichen geformter Werkstücke. Große dreidimensionale Blechwerkstücke werden auf einem stationären zentralen Tisch fixiert. Der bewegliche Kopf des Rotationslasers wird so geführt, dass er stets den optimalen Winkel zum Material für einen perfekten Schnitt einhält.

KBM-Direktantriebe mit Protecks neuem Ritzel-Zahnstangen-System werden in den horizontalen Hauptachsen der Maschine eingesetzt. Die Maschine deckt einen Arbeitsraum von 1,6 m × 3,3 m × 0,7 m ab. Darüber hinaus wird der Hohlwellen-KBM-Motor auch als Hauptantrieb für das multirotative System mit fliegender Optik eingesetzt. Damit können alle Laserbearbeitungs- und Fokussierungsschritte durchgeführt werden, die für die Fertigung komplett synchronisierter rotierender Zwillingsachsen für n-mal 360° und ±165° Rotationsbewegungen nötig sind, ohne dass die Flexibilität und Präzision beeinträchtigt würden. Die Maschine verfügt zusätzlich über AKM-Servomotoren an anderen Achsen, darunter S700-Antriebe. Dadurch sparen Proteck und seine Kunden Bestandskosten und Platz.

Andere Entwicklungen und zukünftige Projekte

Da Proteck mit den KBM- und AKM-Motoren so gute Leistungen und Wiederholgenauigkeiten erreichen konnte, wurden weitere Entwicklungen in Angriff genommen. Die BMT-125 ist eine moderne horizontale Tisch-Bohr- und Fräsmaschine mit Siemens-Steuerung, bei der kürzlich der rotatorische Standard-Servoantrieb und das für Umkehrspiel anfällige Getriebe durch einen KBM-Direktantrieb ersetzt wurde. Da das Getriebesystem direkt mit den Kugelumlaufspindeln in X-, Y- und Z-Achse verbunden ist, benötigt es weniger Teile, bietet eine höhere Effektivität, verbraucht weniger Energie und ermöglicht durch die Eliminierung des bei Standardgetrieben problematischen Umkehrspiels höhere Geschwindigkeiten und Genauigkeiten. Auch hier hat Proteck die Rotor- und Statorkomponenten in die firmeneigene gekapselte Konstruktion der Lagerung integriert, durch die die elektrischen Verbindungen geschützt werden.

Schlussendlich bedeutet das schnelle Wachstum in den BRIC-Staaten für den gut positionierten Anbieter Proteck kontinuierlichen Erfolg und mehr verkaufte Maschinen mit Kollmorgens Direktantriebstechnologie. Aufgrund der geringeren Anzahl an Bauteilen und der Standardisierung der Direktantriebe konnte außerdem auch die Entwicklungszeit reduziert werden. MM

* Alexander Hack ist Market Development Manager bei der Kollmorgen Europe GmbH in 40880 Ratingen

(ID:43212567)