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Direktantrieb Laserschneidmaschine so einfach wie ein Bürodrucker

| Autor / Redakteur: Alexander Hack / Stefanie Michel

Proteck will Laserschneidmaschinen entwickeln, die nicht komplizierter zu bedienen sind als ein Laserdrucker fürs Büro. Effizient und günstig müssen sie auch sein. Ein neues Ritzel-Zahnstangensystem mit Direktantrieb erfüllte die Anforderungen und half außerdem die Entwicklungszeit zu reduzieren.

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Bild 1: Ein neuer Ritzel-Zahnstangenantrieb sorgt in der Laserschneidanlage für eine maximale Lineargeschwindigkeit von 110 m/min.
Bild 1: Ein neuer Ritzel-Zahnstangenantrieb sorgt in der Laserschneidanlage für eine maximale Lineargeschwindigkeit von 110 m/min.
(Bild: Kollmorgen)

Die Firma Proteck ist einer der führenden Anbieter von Fertigungsmaschinen in Indien. Das Unternehmen produziert, vertreibt und liefert Druck- und Werkzeugmaschinen, Fertigungsausrüstung zum Metallschneiden und Umformen sowie CAD/CAM-Software auf dem Heimatmarkt sowie in über zwanzig Länder weltweit. Beim Tochterunternehmen Proteck Precision entwickeln und produzieren junge Ingenieure Lösungen für die schnell wachsende indische Fertigungsindustrie. Zudem arbeiten sie an wettbewerbsfähigen Maschinen für den Export außerhalb Asiens.

Fertigung, Qualitätskontrolle und Logistik entstanden nach europäischem Vorbild: So wurden zwei moderne Fertigungsstätten in Chennai mit den neuesten CAD/CAM- und MRP-Systemen ausgerüstet und nach den neuesten ISO-Standards zertifiziert. Kollmorgens Servomotoren und Antrieben wurden zunächst als Teil deutscher CNC-Maschinen von Proteck auf dem indischen Markt vertrieben. Nachdem sie hier ihre Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt hatten, begann die engere Zusammenarbeit zwischen Proteck und Kollmorgen Europe. Dank intensiver Schulungen am Kollmorgen-Standort in Ratingen und enger Applikationsunterstützung in den Produktions- und Entwicklungsstätten von Kollmorgen Europe sowie der zusätzlichen Unterstützung des in Mumbai stationierten Mitarbeiterteams verlief die Lernkurve sehr steil. Nachdem Proteck eigene Laserschneidanlagen und CNC-Werkzeugmaschinen entwickelt hat, ist Kollmorgen heute als bedeutender Produktionspartner etabliert.

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Laserschneidmaschinen mit Steuerungen von Bosch Rexroth oder Siemens

Protecks Produktion eigener Maschinen begann mit hochspezifischen CO2-Laserschneidmaschinen mit drei Achsen und fliegender Optik für eine große Bandbreite flacher Bleche. Diese kompakten Maschinen verfügten ursprünglich über gusseiserne Betten und eine unten liegende Verfahrachse, wodurch ein freier Zugang von drei Seiten für Blechgrößen von etwa 2,5 m × 1,5 m möglich wurde. Die CNC-Steuerungen von Bosch Rexroth oder Siemens, auf die Protecks Meta-CAD/CAM-Software perfekt abgestimmt wurde, ermöglichen bei allen Arten von Blechschneidoperationen eine einfache Bedienung.

Als Weiterentwicklung dieses Maschinentyps hat Proteck ein Plug-&-Play-Produkt für Lohnfertiger und Produzenten vorgestellt, das alle Funktionalitäten der bisherigen Maschinen in sich vereint, aber über ein wesentlich leichteres und kostengünstigeres geschweißtes Maschinenbett verfügt. Das Konzept ist: Eine Laserschneidmaschine soll nicht komplizierter zu bedienen sein als ein Laserdrucker fürs Büro.

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